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19/10/2015 18:10 CEST | Aktualisiert 19/10/2015 18:29 CEST

Ihre Schwester wäre fast gestorben - weil sie etwas ganz Alltägliches getrunken hat

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Ihre Schwester wäre fast gestorben - weil sie etwas ganz Alltägliches getrunken hat

Die Schwester von Rhonda Gessner aus Lancaster in Pennsylvania wurde ganz plötzlich sehr krank. Sie litt unter schweren Magenkrämpfen, konnte sich kaum mehr fortbewegen. Sie musste alle Kräfte sammeln, um überhaupt aus dem Bett zu kommen.

Ärzte hatten schon die unterschiedlichsten Tests durchgeführt, konnten aber keine eindeutige Diagnose stellen. Sie verschrieben ihr 24 verschiedene Medikamente, um wenigstens die Schmerzen zu lindern. Nach einem Jahr Leiden, im Jahr 2001 war das, bereitete sich die mehrfache Mutter schon auf ihren Tod vor.

Eine einfache Frage rettete sie

Doch dann rettete eine einfache Frage der Frau das Leben. Denn Rhonda Gessner hatte einen Artikel über die gesundheitlichen Auswirkungen bestimmter Süßungsmittel gelesen und ihre Schwester daher ganz einfach gefragt: Trinkst du Diät-Cola?

Die Kranke bejahte die Frage. Sie erklärte sogar, sie sei gerade dabei, eine Cola zu öffnen. Rhonda rief laut "Stopp" durch den Telefonhörer und nur 32 Stunden, nachdem sie aufgehört hatte, das Getränk zu trinken, stellte sich Besserung ein.

Als sie dann mit dieser Erkenntnis zu ihrem Arzt ging, war dieser fasziniert: Die Patientin hatte tatsächlich eine Aspartam-Vergiftung. Aspartam ist ein Süßungsmittel, das in so gut wie jedem diätischen Getränk vorkommt. Die Vergiftung wurde behandelt, die Patientin erholte sich vollständig.

Gefahr für Menschen mit einer Stoffwechselstörung

Aber eben nur Dank des Gedankenblitzes ihrer Schwester, der ihr das Leben rettete. Rhonda Gessner hat sich deswegen vorgenommen, auf ihrem Blog auf die Gefahren von Aspartam aufmerksam zu machen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, kurz EFSA, führte zwar 2013 eine vollständige Neubewertung des Stoffes durch und stufte ihn als unbedenklich ein. Doch gilt das nur für gesunde Menschen, die unterhalb der empfohlenen Tagesdosis bleiben. Wer an der seltenen Stoffwechselstörung Phenylketonurie (PKU) leidet, darf den Süßstoff gar nicht zu sich nehmen. Bei dieser Krankheit kann der Körper Phenylalanin, eines der Abbauprodukte von Aspartam, nicht umwandeln.

Wird der Phenylalaninspiegel im Blut zu hoch, kann er das Gehirn schädigen. Im schlimmsten Fall kommt es bei Betroffenen zu mentalen Störungen, Verhaltensproblemen und Epilepsie.

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