NACHRICHTEN
16/10/2015 11:24 CEST

Eine Mutter hat ihr Kind verloren, weil sie bei Facebook einen Fehler machte

Eltern wollen ihre Kinder vor allen Gefahren beschützen. Aber manchmal lauert die Bedrohung dort, wo man sie nie vermuten würde. Das zeigt eine aufrüttelnde Botschaft, die sich bei Facebook verbreitet.

"Ein Typ schickt dir eine Freundschaftsanfrage. Du kennst ihn nicht, aber er hat ein süßes Profilfoto, also nimmst du die Anfrage an. Es ist der erste Schultag deiner kleinen Tochter. Sie sieht SO niedlich aus in ihrem Outfit. Du musstest einfach ein Foto machen und es bei Facebook deinen Freunden und deiner Familie zeigen.

Du bist so aufgeregt, als du sie zur Schule bringst. Bei Facebook schreibst du: "Ich kann nicht glauben, wie groß sie geworden ist. Die Zeit fliegt nur so vorbei. Mama und Papa sind ganz schön stolz." Währenddessen speichert der Unbekannte, dessen Freundschaftsanfrage du am Morgen so eilig akzeptiert hast, das Bild deiner Tochter in ihrem süßen Outfit. Er schickt es an 60 andere Männer mit der Überschrift: "Mädchen, 5 Jahre. Braunes Haar, braune Augen, 5.000 Euro."

Du hast diesem Kinderhändler nicht nur ein Bild deiner Tochter zur Verfügung gestellt, du hast ihm auch den Namen und den Ort der Schule gesagt. Du willst sie um 15 Uhr abholen, aber du findest sie nirgends. Du weißt nicht, dass deine geliebte kleine Tochter an einen 43-jährigen Pädophilen verkauft wurde, bevor du überhaupt den Schulhof betreten hast. Jetzt ist sie auf dem Weg nach Südafrika mit einem Sack über dem Kopf. Sie ist verwirrt, verängstigt und weint, weil ein Fremder sie von der Schule abgeholt hat und sie nicht weiß, wo ihre Eltern sind oder wo sie hingebracht wird oder was mit ihr passieren wird.

HÖRT AUF, FREMDE BEI FACEBOOK ALS FREUNDE HINZUZUFÜGEN

und

HÖRT AUF

alles über euer Leben bei Facebook zu veröffentlichen. Vermeidet es, Bilder eurer Kinder als Profilfotos zu verwenden."

A guy sends you a friend request. You don't know him, but he's got a cute profile picture, so you accept his friend...

Posted by Wigan Infidels on Friday, 22 May 2015

Egal ob fiktional oder real – diese Geschichte führt vor Augen, wie leicht es für Kriminelle ist, elterliche Sorglosigkeit im Internet auszunutzen. Dass die Gefahr echt ist, bestätigte erst diese Woche die Polizei Hagen: Auf ihrem Facebook-Account veröffentlichte die Behörde einen Aufruf an Eltern, keine Kinderfotos mehr zu posten, um die Kleinen zu schützen: „Vielleicht finden Sie die Fotos heute süß, Ihrem Kind sind sie in ein paar Jahren aber endlos peinlich (...) Noch schlimmer - Pädophil veranlagte Menschen bedienen sich solcher Fotos und nutzen sie für ihre Zwecke bzw. veröffentlichen sie an anderer Stelle.“

Hören Sie bitte auf, Fotos Ihrer Kinder für jedermann sichtbar bei Facebook und Co zu posten! - Auch Ihre Kinder haben...

Posted by Polizei NRW Hagen on Dienstag, 13. Oktober 2015


TV-Auftritt sorgt für Aufregung: Regierung löscht heikle Passage aus Bericht über weinendes Flüchtlingskind

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