WIRTSCHAFT
12/10/2015 14:10 CEST | Aktualisiert 12/10/2015 14:12 CEST

Rücktritt von allen Ämtern: Jetzt nimmt Winterkorn wirklich seinen Hut

dpa
Jetzt nimmt Winterkorn wirklich seinen Hut

Das wäre das endgültige Ende für ihn: Volkswagens Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn steht nach übereinstimmenden Medienberichten auch vor dem Rückzug von seinen übrigen Ämtern in dem Autokonzern. Der 68-Jährige hatte die Unternehmensspitze im Strudel des Abgasskandals verlassen, ist aber bisher nicht von seinen weiteren Chef-Funktionen abgerückt.

Diese drei Ämter hält Winterkorn noch: Den Vorstandsvorsitz beim VW-Ankeraktionär Porsche SE sowie die Chefposten in den Aufsichtsräten von Audi und der Holding für die schweren Nutzfahrzeuge mit Scania und MAN. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vom Montag dringen das Land Niedersachsen als VW-Großaktionär und die Arbeitnehmerseite auf eine endgültige Trennung.

Vom nahenden Komplettrückzug berichteten auch "Süddeutsche Zeitung", "NDR" und "WDR". Ein Sprecher der Porsche SE sagte am Montag, es seien zu dem Thema keine Entscheidungen bekannt.

Bisher trat Winterkorn nur als VW-Chef zurück. Der Manager hatte Ende September beim Bekanntwerden des Abgasskandals erklärt, er habe den Aufsichtsrat gebeten, "eine Vereinbarung" zu finden, die ihn von seinem bis Ende 2016 laufenden Amt als Vorstandschef entbindet. Seine übrigen Posten fanden damals keine Erwähnung.

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