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02/10/2015 09:13 CEST | Aktualisiert 02/10/2015 09:15 CEST

Diese 10 kuriosen und unvergesslichen Ortsnamen Deutschlands kennt ihr noch nicht

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Auf der ganzen Welt gibt es kuriose Ortsnamen, in Deutschland besonders

Tipps für Städtereisen gibt's viele. Hamburg, München, Köln ... das sind die Ziele derer, die Deutschlands beliebteste Städte abklappern wollen. Nichts dagegen zu sagen.

Die Reiseseite Travelzoo hat allerdings ein paar andere Ideen. Lustigere.Sie hat Orte mit extrem ausgefallenen Namen zusammengestellt.

1. Welt

Kosmopolitismus made in Germany. Keine falsche Bescheidenheit – warum nicht gleich die ganze Welt zu sich nach Hause holen? Das dachten sich auch die Bürger der Halbinsel Eiderstedt im Landkreis Ostfriesland: Dort gibt es jetzt den Ort "Welt“. Jetzt bekommt die Redewendung "Die Welt ist ein Dorf“ auch eine andere Bedeutung.

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Eine „Welt“-Reise innerhalb Nordfrieslands.

2. Aua

Schmerz lass nach! „Aua“ ist der Name eines Vorortes der hessischen Gemeinde Neuenstein im Geistal.

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Ein Besuch in „Aua“ ist völlig schmerzfrei.

3. Linsengericht

Jetzt wird es kulinarisch. Im Main-Kinzig-Kreis liegt die Gemeinde „Linsengericht“. Der Ursprung des Namens ist nicht zweifelsfrei geklärt. Früher wurden dort aber viele Linsen angebaut.

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„Linsengericht“ – über den Ursprung des Ortsnamens gibt es mehrere Vermutungen.

4. Nackterhof

Bei diesem Weiler handelt es sich nicht um einen beliebten Anlaufpunkt für Nudisten. „Nackterhof“ liegt im rheinland-pfälzischen Landkreis Bad-Dürkheim und gehört zur Gemeinde Neuleiningen. Woher der Name „Nackterhof“ stammt, ist leider nicht bekannt. Insofern sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

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Wer hier mit nackter Haut rechnet, liegt völlig falsch: Nackterhof.

5. Häschendorf

Wie idyllisch! Die Ortschaft, um die es hier geht, steht im Zeichen eines der beliebtesten Haustiere kleiner Kinder: Nämlich „Häschendorf“ im Landkreis Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern. Das kleine Fleckchen Erde ist ein Ortsteil der Gemeinde Mönchhagen. Viel zu berichten gibt es über Häschendorf selbst leider nicht.

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Wie putzig ist das denn?! „Häschendorf“ in Mecklenburg-Vorpommern.

6. Rostig

Die moderne Architektur setzt auf Eisen und Stahl , aber "Rostig" hat seinen Namen woanders her. "Rostig" bedeutet zum Beispiel auf "Siedlung an einer Mündung" und da wohnen die 22 Bürger des Dorfes Rostig auch. Es gehört zur Stadt Großenhain im sächsischen Landkreis Meißen.

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Ein Ort aus oxidiertem Eisen und Stahl?! „Rostig“ hat seinem Namen aus einem anderen Grund, bei dem Wasser dennoch eine gewisse Rolle spielt.

7. Ort

Für dieses Örtchen einen passenden Namen zu finden, hat sich als sehr schwer erwiesen. Es scheint fast so, als wären die vermeintlichen Wortakrobaten hier schon sehr früh mit ihrem Latein am Ende gewesen. Bei „Ort“ handelt es sich um einen Ortsteil der oberbayerischen Gemeinde Kochel am See.

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Hier waren ganz kreative Leuchten der Namensfindung am Werk: der oberbayerische Ortsteil „Ort“.

8. Sorge

Stimmt in diesem Fall sogar das alte lateinische Sprichwort „nomen est omen“? Ja. Namensforscher gehen nämlich davon aus, dass "Sorge", ein Ortsteil von Oberharz am Brocken, tatsächlich mit den sorgenvollen Verhältnissen, die zur Zeit der Gründung der Siedlung herrschten, zusammenhängt. Die Bürger der Stadt wehren sich gegen diese These und verweisen auf eine andere Herleitung. Ihrer Ansicht nach stammt die Ortsbezeichnung von dem mittelhochdeutschen Wort „Zarge“, das so viel wie Grenze bedeutet.

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„No worries!“ im Harz – auch wenn es im Oberharz-Ortsteil „Sorge“ früher wohl allerhand sorgenvolle Gesichter gab.

9. Blödesheim

Im Jahre 1971 wurde eine weitreichende Entscheidung getroffen: Die Ortschaft „Blödesheim“ in Rheinhessen wurde nach 350 Jahren gewissermaßen von der Landkarte gewischt und zu „Hochborn“ umgetauft. Warum das Ganze? Die Blödesheimer hatten die Faxen dicke und entschieden sich in einer Volksbefragung für diesen Schritt.

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Der Name dieses Ortes wurde den Bewohnern irgendwann selbst zu dumm. „Blödesheim“ gibt es unter diesem Namen heute (leider) nicht mehr.

10. Himmelreich(e)

Der Himmel auf Erden! Eine Steigerung an Wertschätzung ist im Grunde gar nicht mehr möglich. Und Deutschland hat nicht nur ein „Himmelreich“ zu bieten – tatsächlich gibt es über ein Dutzend Orte, die diesen Namen tragen. So finden sich alleine in Bayern acht „Himmelreiche“.

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Schon zu Lebzeiten im „Himmelreich“? Bei uns zu Lande keine Unmöglichkeit.

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