POLITIK
01/10/2015 09:46 CEST | Aktualisiert 01/10/2015 09:52 CEST

Fremdenfeindlichkeit: Kanada warnt vor Reisen nach Ostdeutschland

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Kanadier sollen Teile Ostdeutschlands meiden

Die Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte in Ostdeutschland und das Erstarken von rechten Gruppierungen wie Pegida in Dresden sind auch im Ausland nicht unbemerkt geblieben. Nun hat die Regierung Kanadas ihre Bürger in einer Sicherheitseinschätzung vor Reisen in die neuen Bundesländer gewarnt.

Die Einschätzung über das Reiseziel: Aus dem Papier geht hervor, dass es in "Teilen des ehemaligen Ostdeutschlands" Probleme mit "extremistischen Jugendgruppen" geben könnte. Diese würden Menschen "wegen ihrer Rasse oder ihres ausländischen Aussehens bedrohen oder angreifen".

In der Warnung wird explizit auf Pegida-Demonstrationen sowie auf die zunehmende Zahl von Flüchtlingen in Deutschland eingegangen. Es gebe einen "bedeutenden Anstieg in der Zahl von Migranten und Flüchtlingen" in Europa - was nicht nur zu Schwierigkeiten mit Zügen führen könne, sondern auch das "Potenzial für Demonstrationen, die ohne Vorwarnung gewalttätig werden könnten", erhöhe.

Vor allem in Sachsen sorgen die Aussagen der Kanadier für Empörung: "Das entspricht keinesfalls der Realität und ist sehr rufschädigend", sagte der Generalsekretär der sächsischen CDU, Michael Kretschmer, dem "Handelsblatt". Er erklärte, dass Deutschland der Warnung "entschieden gegenübertreten" müsse.

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