POLITIK
29/09/2015 12:50 CEST | Aktualisiert 29/09/2015 13:34 CEST

Die Jusos fetzen sich mit dem "Tagesspiegel"

Jusos
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Die Berliner Zeitung "Tagesspiegel" hat einen nicht besonders positiven Artikel über die Jusos geschrieben, die Nachwuchsorganisation der SPD. Titel: "Jung, sozialistisch, bedeutungslos?"

So weit so gut. Aber die Sache wird derzeit für die Zeitung ziemlich unangenehmen.

Die Jusos spielten keine Rolle mehr, heißt es in dem Text. "Die mit der ideologischen Brechstange der Jusos geführten Kämpfe bewegen die Partei nicht mehr, sie wirken seltsam lebensfremd", wird ein Parteienforscher zitiert.

Über die Bedeutung der Jusos lässt sich streiten, genauso wie sich über die Bedeutung der SPD streiten lässt. Beide haben in den vergangenen Jahren zumindest nicht an Einfluss gewonnen. Sei's drum.

Die Jusos haben jedenfalls auf den wenig schmeichelhaften "Tagesspiegel"-Beitrag reagiert. These: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

Denn die Mitgliederzahl der Jusos liegt nach eigenen Angaben konstant bei 70.000, dieser "Tagesschau"-Beitrag bestätigt die Zahl (der "Tagesspiegel" aber berichtet von 60.000).

Die Verbreitungszahl des "Tagesspiegel" dagegen ist nach offiziellen Angaben seit 2005 um 20 Prozent gesunken – die Auflage sogar um 26 Prozent.

Das sitzt.

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