POLITIK
29/09/2015 09:57 CEST | Aktualisiert 29/09/2015 10:57 CEST

Faustschläge und Tritte: Dresdner Pegida-Anhänger greifen Journalisten an

dpa

In Ostdeutschland bekommt Pegida wieder mehr Zulauf. Nun haben Anhänger der fremdenfeindlichen Bewegung in Dresden zum ersten Mal seit langem wieder Journalisten angegriffen.

Der Angriff passierte bei einer Kundgebung. Wie die "Dresdner Neuesten Nachrichten" und der MDR berichteten, erhielt ein Reporter einen Faustschlag ins Gesicht, ein weiterer sei von einem Pegida-Anhänger getreten worden. Die Täter seien anschließend in der johlenden Menge verschwunden.

Beide Journalisten wollten Anzeige erstatten, hieß es. Die Polizei nahm nach Angaben eines Behördensprechers Ermittlungen auf. Das Pegida-Bündnis verzeichnete kurz vor dem ersten Jahrestag seiner Gründung Mitte Oktober am Montagabend erneut Zulauf. Nach Schätzungen der Gruppe "Durchgezählt" lag die Teilnehmerzahl an dem Demonstrationszug durch die Dresdner Altstadt zwischen 7000 und 8500.

Zu den Angriffen auf die Journalisten kam es den Berichten zufolge in Höhe des Sächsischen Landtags. Bei der Kundgebung hatten Pegida-Chef Lutz Bachmann und der Schweizer Rechtspopulist Ignaz Bearth Stimmung gegen Journalisten der "Lügenpresse" sowie gegen Ausländer und Politiker gemacht. Beunruhigend: Gegendemonstranten waren nicht zu sehen.

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