Heinz Buschkowsky: "Ein Großteil der Flüchtlinge ist nicht integrierbar"

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Buschkowsky redet Klartext | dpa
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Heinz Buschkowsky ist bekannt für klare Worte. Und die äußert der frühere Bezirksbürgermeister des Berliner Problembezirks Neukölln besonders gerne zur Flüchtlingspolitik. In einem Interview mit dem Nachrichtensender "N24" fordert der SPD-Politiker nun von den Flüchtlingen mehr Willen zur Integration.

Nur damit ließen sich mögliche Parallelgesellschaften verhindern. "In Vierteln wie Duisburg-Marxloh und Berlin-Neukölln gelten Riten und Werte, die in anderen Teilen des Landes so nicht akzeptiert werden. Das darf sich nicht wiederholen", sagt er. Eine Trennung der Asylsuchenden nach Herkunft und Religion sei hingegen der falsche Weg und würde genau solche Parallelgesellschaften fördern.

Das heute verabschiedete neue Asylgesetz lobt er als richtigen Schritt. Das Gesetz sieht schnellere Asylverfahren und die Einstufung weiterer Staaten als sogenannte sichere Herkunftsländer vor. Hinzu kommen deutlich höhere Finanzhilfen des Bundes für die Länder.

Um die Flüchtlinge in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, bedarf es laut Buschkowsky klarer Leitlinien: "Man muss Integration einfordern. Man muss sagen, hier geht es lang, hier ist der Sprachkurs, hier führen wir dich in die Gesellschaft ein."

Die Aussage, die Migranten seien alle arme, traumatisierte Menschen, die erstmal verschnaufen müssten, würde nichts bringen. Denn: "Ein Großteil der Menschen, die zu uns kommen, sind so nicht integrierbar und wird auch keine Chancen haben."

Angesprochen auf die zunehmende Gewalt in Unterkünften erklärte der SPD-Politiker, dass sich jetzt die Probleme der Flüchtlingspolitik zeigen würden: "Die Zeit der Laola-Wellen ist vorbei", sagt Buschkowsky.

Er plädiert dafür, gewalttätige Flüchtlinge konsequent abzuschieben: "Wer sich hierzulande nicht tolerant zeigt, oder missliebige Flüchtlinge und Polizisten mit Steinen und Zaunlatten angreift, hat seinen Asylantrag eigentlich schon verspielt."

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