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27/09/2015 21:49 CEST | Aktualisiert 27/09/2015 21:51 CEST

Spektakuläre Mondfinsternis heute Nacht - um diese Uhrzeit müsst ihr euren Wecker stellen, um sie zu sehen

Am Himmel steht ein mehrere Stunden dauerndes Spektakel bevor. In der Nacht zum Montag kommt es zu einer totalen Mondfinsternis, die in Deutschland und anderen Ländern mit bloßem Auge beobachtet werden kann. Zudem wirkt der Mond größer, da er unserem Planeten besonders nahe ist. Der Erdtrabant wird auch in einen roten Schimmer getaucht und zum "Blutmond" werden: Langwelliges Licht wird von der Erdatmosphäre in den Schattenkegel gestreut und verleiht dem Mond diese Farbe.

Um 03.07 Uhr tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Vollständig befindet sich der Erdtrabant dort von 04.11 bis 05.24 Uhr. Dann ist die Finsternis total. Die Mitte ist um 04.47 Uhr. Verlassen wird der Kernschatten um 06.27 Uhr. Das Wetter dürfte laut Deutschem Wetterdienst vor allem im Rhein-Main-Gebiet um Frankfurt, in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Saarland mitspielen. Im Nordenwesten Deutschlands, auch im Osten und am Alpenrand sowie im Thüringer Wald und im Erzgebirge könnten allerdings Wolken die Sicht versperren.

"Auch über weiten Teilen Europas gibt es eher Nebelgefahr", sagte Meteorologe Simon Trippler am Sonntag, von Frankreich und Schweden einmal abgesehen. Ganz verlässliche Vorhersagen seien gerade bei Nebel aber schwierig. "Das ist immer ein Lotteriespiel."

Nur bei Vollmond kann es eine totale Mondfinsternis geben. Der Mond steht dabei von der Sonne aus gesehen genau hinter der Erde und taucht in ihren Schatten ein. Er wird jedoch nicht komplett finster: Langwelliges Licht, das von der Erdatmosphäre gebrochen und in den Schattenbereich gelenkt wird, färbt den Mond während der Finsternis rotbraun. Die Mondbahn ist gegen die Erdbahn leicht gekippt, deshalb kommt es nicht bei jedem Vollmond zu einer Finsternis.

Meist wandert der Vollmond ober- oder unterhalb des Erdschattens vorbei. Aus demselben Grund kommt es auch nur selten bei Neumond zu einer Sonnenfinsternis. Der Mondschatten muss dazu auf die Erde treffen und nicht ober- oder unterhalb an ihr vorbeiwandern.

Entgegen dem landläufigen Eindruck sind Mondfinsternisse seltener als Sonnenfinsternisse: Auf fünf Sonnenfinsternisse kommen im selben Zeitraum im Schnitt nur etwa drei Mondfinsternisse. Da Mondfinsternisse jedoch stets von der gesamten dem Mond zugewandten Erdhalbkugel aus zu sehen sind, Sonnenfinsternisse jedoch nur in einem maximal 300 Kilometer schmalen Streifen, lassen sich Mondfinsternisse häufiger beobachten.

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