POLITIK
26/09/2015 10:09 CEST | Aktualisiert 26/09/2015 12:07 CEST

BKA verfolgt Hinweise, dass Kriegsverbrecher unter den Flüchtlingen sind

dpa

Immer mehr Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak kommen nach Deutschland. Je mehr es werden, desto größer wird die Angst, dass mit den Not leidenden Asylbewerbern auch islamistische Terroristen oder Straftäter ins Land kommen. Bisher ist diese Befürchtung zwar unbegründet. Dennoch sind die Sicherheitsbehörden alarmiert.

Nun gehen die Behörden verstärkt Hinweisen nach. Diese betreffen kriminelle Hintergründe einzelner Flüchtlinge. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, liegen dem BKA etwa 1000 Hinweise auf Asyl­antrag­steller vor, denen Kriegsverbrechen zur Last gelegt werden. Dies sagte der Vize-Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Peter Henzler, nach Informationen des Magazins vor dem Innenausschuss des Bundestages.

In 1000 Fällen will das BKA nun ermitteln. Sie erscheinen der Behörde so gravierend, dass sie „An­lass für strafrechtliche Ermittlungen“ seien, berichtete Henzler am vorigen Mittwoch den Abgeordneten im Ausschuss.

Neuen Erkenntnissen zufolge lügen viel Asylbewerber, was ihre Identität angeht. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) verwies in derselben Sitzung auf Schätzungen, denen zufolge bis zu 30 Prozent der Asylbewerber, die sich als Syrer ausgeben, in Wirklichkeit keine Syrer seien. Der CDU-Politiker betonte, er nehme das Problem sehr ernst.

Im September sind alleine in Bayern 135.000 Flüchtlinge eingereist. Die Behörden erwarten auch im kommenden Winter keine abnehmende Zahl an Ankommenden. Mit den abkühlenden Temperaturen in Deutschland wird das Problem der Unterbringung von Asylbewerbern landesweit immer akuter.

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