WIRTSCHAFT
23/09/2015 17:44 CEST | Aktualisiert 23/09/2015 17:45 CEST

Diese eine Zahl zeigt, wie schlimm es um VW wirklich steht

dpa
Volkswagen, BMW und Daimler haben seit Donnerstag etwa 50 Milliarden Euro an Aktienwert verloren.

Es sieht düster aus für die deutschen Automobilkonzerne. Seit Donnerstag brechen ihre Aktienkurse beinahe unaufhaltsam ein und es scheint lange Zeit keine Rettung in Sicht. Angesichts dieser beklemmenden Lage muss man sich fragen, ob der Abgas-Skandal erst der Anfang ist? Der Anfang des Untergangs der deutschen Automobilkonzerne.

In den vergangenen Tagen mussten der Volkswagen-Konzert und auch BMW und Daimler enorme Verluste hinnehmen. Der Aktienwert der drei Giganten fiel seit Donnerstag um 50 Milliarden Euro. Eine Tragödie für die deutschen Automobilkonzerne. Zusammen kosten sie jetzt nur noch 169 Milliarden Euro. Eine Summe, die der Technologie-Riese Apple allein mit seinen Bargeldreserven von 180 Milliarden Euro bezahlen könnte.

Auch die deutsche Wirtschaft leidet unter dem Skandal. "Made in Germany" stand bisher für deutsche Wertarbeit, hohe Qualität und Glaubwürdigkeit. Diese musste vorallem die deutsche Automobilindustrie in den letzten Tagen einbüßen. Es scheint, als sei das Vorzeige-Unternehmen zur Zockerbude geworden.

Was für VW das reinste Desaster ist, ist für Appe eine riesen Chance. Denn das Unternehmen plant bis 2019 mit den ersten iCars in das Automobilgeschäft einzusteigen. Mit einem Wert von gerade einmal 50 Milliarden Euro für VW oder BMW könnte sich das Technologieunternehmen Zugang zu sämtlichem Know-How wie Design, Marketing oder dem Vertrieb der Automobilriesen erkaufen. Wissen, dass Apple in Zukunft zum Durchbruch verhelfen könnte, denn das Unternehmen plant angeblich, ein Auto auf den Markt zu bringen. Der Konzern äußerte sich bisher nicht zu den Spekulationen.

Ähnliche Zukunftspläne hat wohl auch Google. Das Unternehmen hat bereits einen Prototypen eines selbstfahrenden Autos, das sogenannte Google Car, auf die Straßen geschickt. Google, das nach Apple zweitgrößte Unternehmen der Welt, könnte die drei Mobilkonzerne finanziell ebenfalls stemmen. Die Barreserven des Unternehmens belaufen sich (im Vergleich zu Apple) zwar nur auf 60 Milliarden Euro, dennoch würde es für den Kauf von VW oder BMW ausreichen.

Eine feindliche Übernahme durch Google oder Apple wird aber nicht befürchtet. Zumindest bei VW hat das Land Niedersachsen einen Stimmanteil von 20,1 Prozent und damit ein Vetorecht bei allen Entscheidungen. Und auch hinter BMW steht die Familie Quandt/Klatten, die mit 46,7 Prozent die Mehrheit an dem Unternehmen besitzen.

Sorgen um Abnehmer muss sich Apple aber auch ohne Übernahme nicht machen. Denn laut Umfragen können sich 65 Prozent der 18 bis 34-Jährigen vorstellen, beim Autokauf auch einem Technologiekonzern in Betracht zu ziehen.

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