POLITIK
23/09/2015 21:05 CEST | Aktualisiert 24/09/2015 02:28 CEST

Analyse zeigt: Deutsche IS-Terroristen sind jung - und sehr gut gebildet

HuffPost

Was sind das für Menschen, die ihre Zukunft in Deutschland aufgeben und für die Terrororganisation IS in den Krieg ziehen? Die deutschen Sicherheitsbehörden haben Herkunft und Radikalisierung von fast allen aus Deutschland nach Syrien und in den Irak ausgereisten Islamisten untersucht.

Insgesamt wurden 670 Menschen untersucht Sie sind bis Ende Juni in Kriegsgebiete wie Syrien gezogen. Der Verfassungsschutz, das Bundeskriminalamt und Hessischen Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus haben die Analyse gemeinsam geleitet.

Das Ergebnis überrascht. Meist sind es Männer, aber der Frauenanteil unter den Ausgereisten steigt ständig und liegt nun bei 21 Prozent. 409 der 670 untersuchten Personen wurden bereits in Deutschland geboren, 114 von ihnen konvertierten zum Islam.

Auffällig ist aber etwas anders. Viele sind gut Gebildete mit Abitur- oder Fachhochschulreife, aber auch sehr viele Arbeitslose. Fast die Hälfte der Ausgereisten war bereits durch Straftaten aufgefallen, zumeist Eigentums-Drogen und Gewaltdelikte.

63 sollen direkt von der Schulbank in den Jihad gezogen sein. Überraschend sind die Erkenntnisse über die Gründe für die Radikalisierung: Danach spielt das Internet zwar eine bedeutsame eine Rolle, wichtiger aber sind Freunde oder Kontakte in Moscheen. Nur in neun Fällen sollen Kontakte in Haftanstalten eine Rolle gespielt haben.

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