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22/09/2015 16:33 CEST | Aktualisiert 22/09/2015 17:22 CEST

Eine Stadt hat den Autoverkehr für zwei Wochen verboten. Die Folgen waren dramatisch

70 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs hat China Anfang September zum ersten Mal die japanische Kapitulation mit einer gigantischen Militärparade gefeiert.

12.000 Soldaten zogen in 50 verschiedenen Militärformationen durch die Hauptstadt Peking. Über ihnen kreisten Kampfjets, Hubschrauber und Bomber. Panzer rollten durch die Straßen. Selbst Atom- und Interkontinentalraketen wurden während der Parade gezeigt.

Die Organisation eines solches Ereignisses muss Monate gedauert haben. Die chinesische Regierung scheute weder Kosten noch Mühen, um den Sieg über Erzfeind Japan möglichst spektakulär aussehen zu lassen.

Dazu gehörte neben hartem Training für die Soldaten und der Verlegung des Schulbeginns um mehrere Tage auch ein perfekter blauer Himmel.

Und auch den besorgte Peking sich.

Die Stadt legte zwei Wochen vor den Feierlichkeiten nicht nur hunderte Fabriken still - sondern erteilte zudem ein Fahrverbot für die Innenstadt. Die Hälfte aller zugelassenen Autos, insgesamt 2,5 Millionen, mussten stehen bleiben.

Der Effekt war unglaublich.

Wenig später war der Himmel über Peking tatsächlich strahlend blau. Fast über Nacht hatte sich die Luftqualität dramatisch verbessert.

Besonders deutlich ist der Unterschied auf diesem Bild zu sehen:

Noch nicht deutlich genug? Hier ist der Platz des Himmlischen Friedens an einem normalen Tag:

peking

Und hier während des Fahrverbots:

peking sauber

Die Luft blieb allerdings nicht lange so klar. Einen Tag nach der Parade füllten sich die Straßen wieder mit Autos und der Smog kehrte zurück. Es dauerte nicht lange, bis die Luftverschmutzung das alte Niveau erreichte.

Das mag im ersten Moment traurig klingen. Man kann es aber auch positiv sehen. Immerhin wissen wir jetzt, dass es ganz und gar nicht unmöglich ist, die Luft in den Mega-Metropolen dieser Welt zu verbessern.

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