WIRTSCHAFT
21/09/2015 13:44 CEST | Aktualisiert 21/09/2015 13:49 CEST

Nach Mega-Betrug - 4 fatale Konsequenzen für Volkswagen

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Nach Mega-Betrug - 4 fatale Konsequenzen für Volkswagen

Deutschlands größter Autohersteller Volkswagen wird vom schwersten Skandal seit Jahren erschüttert. Der Auslöser: In den USA hat das Unternehmen mit einer speziellen Software Abgaswerte bei knapp einer halben Million Dieselautos geschönt.

Die unmittelbare Folge: Die VW-Aktie erlebte heute den tiefsten Sturz seit 6 Jahren. Am Montag sackte die Aktie bis zu 19,5 Prozent ins Minus. Ein Wertverlust von 12 Milliarden Euro. Aber das sind die nicht die einzigen Konsequenzen für den Autobauer.

Hier sind vier fatale Folgen der Diesel-Affäre:

1. In den USA drohen Strafgebühren in Milliardenhöhe

Auf Milde kann VW nicht hoffen - wenn es Gesetzesverstöße ausländischer Firmen geht, sind die Behörden in den USA sehr streng. Bis zu 18 Milliarden Dollar Strafe könnten es für VW werden. Das schätzt die Umweltschutzbehörde in den USA.

2. Die Absatzziele in den USA sind in Gefahr

Schon jetzt hat Volkswagen einen Verkaufsstopp für einige Dieselmodelle von VW und Audi in den USA verhängt. Insgesamt setzte das Unternehmen in den USA im Jahr rund 400.000 Autos ab. Der Verkauf von Diesel-Fahrzeugen gehört in den USA zu den wenigen Erfolgen von VW. Der Konzern schwächelt in dem Land schon seit Jahren und musste Absatzziele kassieren.

3. Deutsche Autobauer müssen um ihren Ruf fürchten

Andere Experten sehen die deutschen Autobauer insgesamt in Mitleidenschaft gezogen. "Das ist ein Bärendienst für die ganze deutsche Dieseltechnologie", sagt Wirtschaftsprofessor Stefan Bratzel gegenüber “Spiegel Online”. 2014 exportierten die deutschen Autobauer immer Autos im Wert von 30 Milliarden Euro in die USA. Absatzrückgänge könnten am Ende also auch Arbeitsplätze in Deutschland gefährden.

4. Auch in Deutschland droht jetzt Ärger wegen der Manipulationen

Der Skandal in den USA könnte auch in Deutschland Konsequenzen haben. So fordert der auch als Autopapst bekannte Professor Ferdinand Dudenhöffer den Rücktritt von Konzernchef Martin Winterkorn. Es hätte wissen müssen, was in den USA passiert. Die Umweltschutzorganisation Deutsche Umwelthilfe will zudem auch in Deutschland ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge durchsetzen - bis geklärt ist, ob auch deutsche PKW die Schummel-Software nutzen.

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