WIRTSCHAFT
21/09/2015 14:18 CEST | Aktualisiert 23/09/2015 08:35 CEST

Nestlé startet Image-Kampagne - und erntet unfassbaren Shitstorm

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Nestlé will sein Image aufpolieren

Nestlé hat nun wirklich nicht den allerbesten Ruf. In der Kritik steht das schweizer Unternehmen vor allem wegen seinem Umgang mit Wasser. Die Vorwürfe sind lang: Nestlé beute die Grundwasser-Vorkommen in Ländern wie Pakistan so sehr aus, dass der Grundwasserspiegel sinkt und die Bevölkerung keinen Zugang mehr zu frischem Wasser hat. Oder: Der Konzern würde das Wasser „für Almosen“ aus dem Boden saugen und in Plastikflaschen für viel Geld als Lifestyle-Produkt verkaufen.

So weit, so gut. Der Konzern sieht das natürlich ganz anders und versucht alles, um sein ramponiertes Image aufzupolieren. Mit der Kampagne "Qualität nehmen wir persönlich" will der Lebensmittelkonzern sein Image gehörig aufbessern.

Unter dem Hashtag #FragNestlé kann jeder Twitter-User dem Konzern Fragen stellen. Gleichzeitig präsentieren sich die Schweizer dort als Unternehmen, das viel Gutes tut, sich gegen Kinderarbeit einsetzt und auch für Kritiker immer ein offenes Ohr habe. Die höchst zweifelhaften Machenschaften des Unternehmens? Seien doch eher was aus der Vergangenheit.

Ganz so einfach, wie es sich die Macher der Kampagne vorgestellt haben, ist es aber doch nicht. Auf Twitter erntet der Konzern vor allem Hohn, Spott und böse Worte:

Harte Vorwürfe.

Dieser User stellt die Qualität der Kampagne in Frage.

Zwei neue Geschäftsmodelle?

Und was sagt der Konzern dazu? Er versucht zu Retten, was nicht mehr zu Retten ist und beantwortet alle Frage.

Doch so haben sich die Initiatoren von #FragNestlé das sicherlich nicht vorgestellt.

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