POLITIK
21/09/2015 16:14 CEST | Aktualisiert 21/09/2015 18:40 CEST

"Islam beleidigt": Dieser Nacktprotest in Israel ging ziemlich daneben

Sogenannte Clown-Armeen dürfen bei keinem Groß-Protest mehr fehlen - sei es bei G8-Gipfeln oder der Eröffnung des neuen EZB-Gebäudes in Frankfurt. Auch die spanische Clown-Gruppe Pallasos en Rebeldía (zu deutsch "rebellierende Clowns") ist für ihre Protestaktionen bekannt.

Die neueste Aktion der Clowns ging aber ziemlich daneben. Kürzlich posierten Aktivisten der Gruppe an der Mauer, die Israel und die palästinensischen Gebiete des Westjordanlandes voneinander trennt. Ungewöhnlich: Die Aktivisten trugen außer roten Nasen nichts am Leib. Zur Begründung für die Aktion schreiben sie auf Facebook: "Im 21. Jahrhundert sollten Mauern niedergerissen und nicht neue errichtet werden."

Hier sind Fotos ihrer Aktion:

Ante los muros de opresión, de vergüenza y de silencio cómplice, toda la humanidad está desnuda. EspectaCULAR acción...

Posted by Pallasos en Rebeldía on Wednesday, September 16, 2015

Was die Clowns anscheinend verdrängten: Die Palästinenser sind vornehmlich muslimisch. Statt für Jubel sorgte ihr Nacktprotest für reichlich Ärger, wie der britische Independent berichtet. Die Gruppe entschuldigte sich inzwischen. Die Aktion sollte keine Beleidigung des Islam sein, schrieben sie.

Die Sperranlagen, die Israel und das Westjordanland trennen, sind rund 760 Kilometer lang. Mit dem Bau wurde 2002 begonnen. Die Anlage ist hochumstritten und wurde in einem Gutachten des Internationalen Gerichtshofes als völkerrechtswidrig erklärt. Israel will mit der Mauer verhindern, dass Terroristen sich in das Land einschleichen. Allerdings durchschneidet die Absperrung auch Dörfer und trennt palästinensische Familien.

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