NACHRICHTEN
18/09/2015 20:43 CEST

Inzestmörder von Amstetten: Flüchtlinge sollen in Fritzls Horror-Haus einziehen

Getty
Flüchtlinge sollen in Fritzls Horror-Haus einziehen

Das Haus ist ein Symbol des Horrors: Auf einem Anwesen im niederösterreichischen Amstetten hielt der Besitzer Josef Fritzl 24 Jahre lang seine Tochter gefangen, vergewaltigte sie, zeugte sieben Kinder mit ihr und ermordete einen Säugling. Die grausame Tat, für die Fritzl 2009 zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, schockte Österreich und die Welt.

Nun folgt der nächste Schock: In das Fritzl-Haus sollen Flüchtlinge einziehen.

Insolvenzverwalter Walter Anzböck findet für das Haus keinen Käufer. Deswegen stehe es nun "als sichere Unterkunft zur Verfügung", sagte er der "Kronen Zeitung". 50 Menschen könnten dort Unterschlupf finden.

Viele dürften das Angebot für makaber halten. Ihnen hält Anzböck entgegen: "Das schreckliche Kellerverlies, in dem einst Schlimmes verübt wurde, ist längst mit Beton verfüllt." Fritzl hielt seine Tochter und vier der gemeinsamen Kinder in einem unterirdischen Raum gefangen. Die anderen Kinder holte er in das Haupthaus und adoptierte sie.

Die Entscheidung fällt das Land Niederösterreich. Sympathie für die Idee verlautete bislang nicht aus dem Innenministerium.

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite