LIFESTYLE
18/09/2015 17:53 CEST | Aktualisiert 18/09/2015 19:35 CEST

Ein 13-Jähriger wollte sich von seiner Mutter nichts sagen lassen. Doch sie reagierte großartig

Das Teenageralter ist keine einfache Zeit - weder für die Heranwachsenden, noch für deren Eltern. Die Pubertierenden werden häufig trotzig und frech, testen Grenzen aus und ignorieren Vorschriften und Regeln von Erwachsenen gekonnt.

Schließlich fühlen sie sich selbst wie Erwachsene und möchten daher auch so behandelt werden. Sie denken, dass sie alles wissen und können und lassen sich von niemandem etwas sagen. Schon gar nicht von den Eltern, denn die sind sowieso total uncool und peinlich.

Pubertäres Verhalten

Mit den gleichen Problemen hatte auch eine alleinerziehende Mutter, die sich bei Facebook Estella Havisham nennt, zu kämpfen.

Sie wurde von ihrem 13-jährigen Sohn Aaron wegen seiner Hausaufgaben belogen. Daher entzog sie ihm den Internetzugang, was dem Teenager gar nicht erfreute. Die Mutter musste sich daraufhin von ihm anhören, dass sie nicht “der Boss” sei und dass er mit Youtube sein eigenes Geld verdienen könne und er seine Mutter deshalb nicht brauche.

Genervt von dem Erwachsenen-Getue, reagierte Estella prompt und verfasste einen Brief, in dem sie ihrem Sohn deutlich machte, was es wirklich bedeutet, erwachsen zu sein. Und dazu gehört nunmal auch, sich an sämtlichen Kosten zu beteiligen und Hausarbeit zu verrichten:

Lieber Aaron,

seitdem du offenbar vergessen hast, dass du erst 13 bist, ich die Erziehungsberechtigte bin und du nicht kontrolliert werden möchtest, denke ich, dass du eine kleine Lektion brauchst, um unabhängig zu werden.

Nachdem du mir ins Gesicht gesagt hast, dass du jetzt Geld verdienst, wird es einfacher sein, wenn du dir alle Dinge selber kaufst, die ich in der Vergangenheit für dich besorgt habe. Wenn du Licht/Glühbirnen oder den Zugangscode fürs Internet brauchst, wirst du auch einen Teil der Kosten davon tragen müssen.

Miete: 430 Dollar

Strom: 116 Dollar

Internet: 21 Dollar

Essen: 150 Dollar

Außerdem wirst du montags, dienstags und freitags den Müll leeren und staubsaugen. Du wirst dein Badezimmer jede Woche putzen, dein Essen selber machen und selbst aufräumen müssen. Wenn du das nicht machst, dann werde ich dir 30 Dollar Gebühren berechnen, für jeden Tag, an dem ich diese Aufgaben übernehme. Wenn du dich dafür entscheidest, wieder mein Kind zu sein, anstatt mein Mitbewohner, dann können wir über die Bestimmungen noch einmal verhandeln.

Estella Havisham veröffentlichte den Brief auf ihrer Facebookseite:

Hey Folks! If you are even the least bit curious about the background of this letter, here is a link to what lead up to...

Posted by Heidi Johnson on Mittwoch, 2. September 2015


Reaktion des Sohnes

In einem späteren Post berichtete Estella von Aarons Reaktion, nachdem er den Brief gelesen hatte. Zunächst war er wütend, zerknüllte den Brief und rannte aus dem Haus. Doch später kam er zurück, entschuldigte sich bei seiner Mutter und fragte, was er tun könne, um es wieder gut zu machen.

Der Post wurde bei Facebook mittlerweile mehr als 85.000 Mal geliked, über 13.000 Mal kommentiert und mehr als 16.000 Mal geteilt. Jedoch sind die Reaktionen der Menschen über das Verhalten der Mutter gespalten.

Estella, die sich im sozialen Netzwerk in Heidi Johnson umbenannt hat, ist sich bewusst, dass ihr Erziehungsstil nicht bei jedem gut ankommt. Sie hätte jedoch nie verlangt, dass ihr 13-jähriger Sohn etwas bezahlt. Mit den Regeln wollte sie ihm lediglich eine Lektion erteilen.


Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Sohn beschert Mutter emotionalsten Moment: Die Geschichte dahinter müssen Sie kennen

Hier geht es zurück zur Startseite