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18/09/2015 04:13 CEST | Aktualisiert 18/09/2015 04:15 CEST

Die zwei Gründe, warum die FIFA ihren Generalsekretär rausschmiss

Getty
Der ehemalige FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke

Im FIFA-Skandal jagen sich die Ereignisse. Nun hat der Fußball-Weltverband seinen Generalsekretär Jérôme Valcke mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Die Suspendierung gelte bis auf weiteres, hieß es am Donnerstagabend in einer Erklärung der FIFA in Zürich. Der Verband habe von einer Reihe von Vorwürfen Kenntnis erhalten, die den Generalsekretär beträfen. Daher sei eine "formelle Untersuchung durch die FIFA-Ethikkommission" angeordnet worden.

Valcke kam 2007 ins Amt. Der 54-jährige Franzose ist enger Weggefährte des scheidenden FIFA-Präsident Joseph Blatter. Dieser hatte im Zuge der schwersten Korruptionsaffäre des Weltverbandes im Juli seinen Rücktritt angekündigt. Ein Nachfolger soll im Februar gewählt werden.

Die FIFA äußerte sich nicht dazu, warum sie Valcke auf einmal ausschloss. Aber kurz vor der Entscheidung gab es zwei on Veröffentlichungen, die damit im Zusammenhang stehen dürften.

Valcke soll Geld aus dem Verkauf von WM-Tickets für sich abgezweigt haben. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete zuvor von schweren Vorwürfen der Marketingagentur JB Sports Marketing gegen die FIFA-Spitze. In dem "SZ"-Bericht heißt es, Vertreter der Agentur hätten am Donnerstag einen Ticket-Vertrag mit der FIFA für die WM-Turniere 2010 bis 2022 vorgelegt, in dessen Kontext Valcke eine "diskrete Gewinnbeteiligung zugesichert worden sein soll".

Er soll Katar die WM noch vor der FIFA-Abstimmung zugesagt haben. Valcke soll Zeugenaussagen zufolge bereits vor der offiziellen Vergabe-Entscheidung mehrmals angekündigt haben, dass die Fußball-WM 2022 fest an Katar zugesagt sei, schrieb die Zeitung weiter.

Laut "SZ" bestritt er die Anschuldigungen.

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