POLITIK
17/09/2015 12:45 CEST | Aktualisiert 17/09/2015 15:15 CEST

Aktion gegen Hassposts: Facebook löscht Nazi-Satire des "Postillon"

Der Postillon” hat mit seinen Satire-Beiträgen großen Erfolg. Die ironischen Artikel sind bei den Lesern beliebt, werden in sozialen Netzwerken vielfach geklickt und geteilt.

Nun gab es Ärger mit Facebook. Der Nutzerservice hat auf einen Beitrag der Seite reagiert - und zwar auf ziemlich absurde Weise. Zahlreiche Links, die User zu dem Artikel “Nazis rächen sich an Flüchtlingen, indem sie nach Syrien fliehen” auf ihrer Seite geteilt hatten, wurden gelöscht. Aber damit nicht genug: Wie der “Postillon” auf seiner Facebook-Seite mitteilt, wurden einige Nutzer sogar einen Tag lang gesperrt.

Mehrere Leser haben uns berichtet, dass Facebook Links auf diesen Postillon-Artikel wegen eines vermeintlichen Verstoßes...

Posted by Der Postillon on Mittwoch, 16. September 2015


Keine satirischen Beiträge erlaubt?

Bitte, was? Wird jetzt bei Facebook nicht einmal mehr Satire zugelassen? Der Postillon stellt sich daher die Frage: "Haben wir da eine Brustwarze übersehen oder ist das jetzt schon Teil der neuen Initiative Facebooks gegen Hetzkommentare?" Facebook hatte nach massiver Kritik versprochen, härter gegen rassistische Inhalte vorzugehen.

Sie schlagen die Flüchtlinge mit ihren eigenen Waffen.Neuer Artikel (Politik)

Posted by Der Postillon on Freitag, 11. September 2015


Für Facebook gab es von vielen Nutzern heftige Kritik, nachdem über die Vorkommnisse berichtet wurde. Auf Beschwerden einiger User entschuldigte sich das Unternehmen und beschreibt das Löschen des Artikel-Links als "Versehen".

Der Postillon teilte mit, dass der Artikel weiterhin online verfügbar ist. Offen bleibt nur die Frage, wie Facebook in Zukunft mit satirischen Beiträgen umgehen wird.


Video: Hat Sie das gerade wirklich gesagt? Das ist Merkels unangenehmster Versprecher

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200 Menschen aus Deutschland, darunter Politiker, Schauspieler, Musiker, Studenten und andere Menschen haben in der Huffington Post ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Flüchtlingen in Deutschland zugerufen: "Willkommen, gut, dass ihr hier seid, weil..."

Seit dieser Aktion erreichen uns täglich weitere Dutzende Beiträge zu diesem Thema. Wenn Sie sich an der Diskussion mit einem eigenen Artikel beteiligen wollen, schreiben Sie an blog@huffingtonpost.de.

Es ist Zeit, dass wir in Deutschland ein Zeichen setzen. FÜR Weltoffenheit, FÜR Toleranz und FÜR Menschen in Not