POLITIK
17/09/2015 10:46 CEST | Aktualisiert 17/09/2015 11:19 CEST

Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge tritt zurück

dpa

Der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Manfred Schmidt, tritt "aus persönlichen Gründen" zurück. Das hat das Bundesinnenministerium am Donnerstag in Berlin mitgeteilt.

Schmidt war zuletzt heftig in die Kritik geraten, weil das Bundesamt zu langsam arbeite. In der SPD wurde Schmidt als "Totalausfall" bezeichnet.

Das BAMF bearbeitet die Asylanträge der Flüchtlinge die nach Deutschland kommen. Derzeit stauen sich 250.000 Asylanträge. Im ersten Halbjahr schaffte die Behörde nicht mehr als rund 116.000 Erstanträge auf Asyl. In diesem Jahr werden in Deutschland bis zu einer Million Asylbewerber erwartet. Um die Anträge schneller bearbeiten zu können, stellt das Bundesamt derzeit Hunderte Mitarbeiter ein.

Gut 600 der 1000 zusätzlichen Stellen für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sind derzeit schon vergeben. Im kommenden Jahr sollen bis zu 1000 weitere Stellen dazukommen. Geholfen hat der Stellenausbau bisher wenig. Immer noch kommen mehr Asylanträge dazu, als abgearbeitet werden.

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