8 innovative Lösungen, die unsere Mobilität intelligenter machen

BlaBlaCar

Die Mobilität der Zukunft ist intelligent. Smartphones und Smartwatches helfen dabei, Carsharing-Autos zu finden und zu bezahlen. Innovative Apps organisieren schnell und einfach Mitfahrgelegenheiten oder zeigen an, mit welchen Verkehrsmitteln das Ziel am schnellsten erreicht werden kann. Diese 8 innovativen Lösungen können Besucher vom 19. bis 27. September 2015 in der New Mobility World auf der IAA in Frankfurt am Main entdecken.

1. Das coole Auto des Nachbarn fahren? Drivy macht es möglich

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Über die Autovermietung einen Wagen anzumieten ist oft unpraktisch, weil die nächste Station nicht gerade um die Ecke liegt. Wie viel einfacher und günstiger wäre es, das gerade ungenutzt vor der Tür stehende Auto des Nachbarn zu mieten? Genau das bietet Drivy, ein vor fünf Jahren in Frankreich gegründetes Unternehmen. In Deutschland hat Drivy rund 100.000 Nutzer und mehr als 5.000 aktive Autobesitzer, die ihr Auto teilen. Sie senken so ihre laufenden Kosten und ermöglichen anderen Teilnehmern Mobilität schon ab 10 Euro pro Tag. Abgesichert durch ein umfassendes Versicherungspaket der Allianz ist Drivy die Plattform für die private Autovermietung. Und weil sich Mieter und Vermieter bei der Schlüsselübergabe persönlich kennenlernen, wird mit den Autos auch pfleglich umgegangen.

2. Carsharing per Smartphone-App? Bei car2go kein Problem

2014 stieg die Zahl der Carsharing-Nutzer in Deutschland auf mehr als eine Million. Entsprechende Fahrzeuge können in fast 500 Städten und Gemeinden geliehen werden. Einer der Pioniere und Marktführer dieses Marktes, car2go, bietet seinen Nutzern seit diesem Jahr die Möglichkeit, alle zentralen Vorgänge des Mietvorgangs mit dem Smartphone zu erledigen. Ein Angebot, dass offensichtlich gut ankommt: Rund ein Drittel aller Anmietungen findet seither mit dem Smartphone statt. „Die Miete mit dem Smartphone ist für den Kunden wesentlich bequemer. Ich brauche nur noch ein Gerät – von der Registrierung über die Suche des Fahrzeugs, dessen Öffnung, bis zum Beenden der Miete“, sagt Thomas Beermann, Geschäftsführer der car2go Europe GmbH.

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3. Alle Carsharing-Anbieter auf einen Blick dank CarJump

Die Vielzahl der Carsharing-Angebote ist ja schön und gut, aber wer soll da noch den Überblick behalten? Und wie nervig ist es, für jeden Anbieter eine eigene Registrierung durchzuführen? Das dachten sich auch die Gründer von CarJump. Die von dem Startup-Unternehmen entwickelte App erlaubt es Nutzern, die verfügbaren Fahrzeuge aller Carsharing-Anbieter in der Nähe zu finden und zu vergleichen. Nutzer sehen alle Fahrzeuge in ihrer Nähe, können das nächste oder beste Fahrzeug für sich auswählen und direkt in der CarJump-App buchen. Große Anbieter wie DriveNow, multicity und car2go sind schon dabei, weitere Anbieter sollen demnächst hinzukommen.

4. Carsharing für Unternehmen: Ubeeqo senkt Kosten

Und noch eine innovative Lösung aus dem Carsharing: Auch Dienstwagen stehen häufig ungenutzt herum und könnten über ein firmeninternes Carsharing besser ausgelastet werden. Das 2008 gegründete Unternehmen Ubeeqo, an dem Europcar vor kurzem eine Mehrheitsbeteiligung übernommen hat, bietet Firmen Carsharing für ihren Unternehmensfuhrpark an. Die Fahrzeuge stehen nur für registrierte und autorisierte Mitarbeiter auf einem firmeninternen Parkbereich zur Verfügung und können ganz einfach über eine App gebucht und geöffnet werden.

5. Flott durch die Stadt mit den Rollern von scoo.me und eMio

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Keine Lust auf Stau in der Stadt? Münchner können seit Ende 2014 die aktuell 35 schicken Vespa-Roller von scoo.me ausleihen. Ab November 2015 geht das unter anderem von der Europäischen Raumfahrtagentur unterstützte Startup-Unternehmen mit zunächst 15 Rollern auch in Köln an den Start. Die scoo.me-Roller sind nicht an feste Stationen gebunden, sondern können überall im Geschäftsgebiet per Smartphone ausgeliehen werden. Die Buchung erfolgt mit der scoo.me-App, über die sich der nächstgelegene Roller finden und starten lässt: Mit der Eingabe des nach der Buchung erhaltenen PIN-Codes öffnet sich das Helmfach unter dem Sitz und der Roller wird für den Start aktiviert. Der Fahrtpreis beginnt bei 3,60 Euro für die erste halbe Stunde, jede weitere Fahrt- oder Parkminute wird zusätzlich mit 18 bzw. 7 Cent abgerechnet.

Seit Ende Juni haben auch Berliner die Möglichkeit, mit den 150 knallroten Elektrorollern von eMio ihre Stadt umweltschonend zu erkunden. Die Roller können innerhalb des S-Bahn-Rings ausgeliehen und wieder abgestellt werden. Bei eMio erfolgt das Auffinden, Buchen und Abrechnen des Rollers, in dessen Helmfach sich zwei Helme in den Größen L und S befinden, ebenfalls schnell und einfach per Smartphone-App. Ab Dezember 2015 werden dann die ersten Roller von eMio in Rom verfügbar sein. Dann können Römer und Touristen wie einst Audrey Hepburn und Gregory Peck in „Ein Herz und eine Krone“ mit dem Roller durch die Ewige Stadt fahren.

6. Passende Mitfahrer gesucht? BlaBlaCar und Co. finden sie

Es gibt sie noch die gute alte Mitfahrzentrale, aber in einem völlig neuen Gewand: War sie früher wie ein Blind Date, bei dem man nicht wusste, wen man als Fahrer oder Beifahrer zugelost bekam, können sich die Beteiligten bei den digitalen Mitfahrzentrale vorher informieren: Bei BlaBlaCar können sich beispielsweise Fahrer und Mitfahrer anhand von persönlichen Profilen bereits vor der Fahrt ein genaues Bild des Reisebegleiters machen. Die Profile weisen ein Foto auf und zeigen Autotyp, Alter und weitere Informationen, wie etwa die Gesprächigkeit: Bla, BlaBla oder BlaBlaBla, daher der Name des Unternehmens. Dank gegenseitiger Bewertungen, wie sie aus anderen Portalen vertraut ist, entwickelte sich das 2006 in Paris gegründete Unternehmen in den letzten Jahren zu einer Community von 20 Millionen Mitgliedern in 19 Ländern. Seit zwei Jahren gibt es BlaBlaCar auch in Deutschland – für circa 5 Euro pro 100 Kilometer sind Mitfahrangebote, wie sie auch der ADAC Mitfahrclub bietet, eine günstige Alternative zu Fernbus und Bahn. Bei flinc wird man sogar vom Fahrer vor der eigenen Haustür abgeholt.

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7. Fahrgemeinschaften für Pendler mit TwoGo by SAP

Der Berufsverkehr verstopft die Straßen, weil täglich rund 32 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland circa 1,5 Milliarden Kilometer zur Arbeit pendeln. Die Kosten für diese Fahrten betragen rund 700 Millionen Euro. Häufig sitzt dabei nur eine Person im Auto, auch in Firmenwagen. TwoGo heißt deshalb die Lösung des Softwarekonzerns SAP: Unternehmen können mit TwoGo ihre Mitarbeiter bei der Bildung von Fahrgemeinschaften zum Arbeitsweg unterstützen. Die Lösung lässt sich als App sowie im Internet und in Verbindung mit Kalenderanwendungen einsetzten. Fahrer können sich online anmelden und ihre Vorlieben für Fahrgemeinschaften eingeben, beispielsweise den gewünschten Radius um ihren Wohnort und die Uhrzeit für die Hin- und Rückfahrt. Seit einem Jahr können sich auch Privatpersonen bei TwoGo registrieren und so eine Mitfahrgelegenheit zur Arbeit finden.

8. Schneller ans Ziel? moovel und Quixxit kennen den Weg

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Doch mit welchem Verkehrsmittel komme ich tatsächlich am schnellsten ans Ziel? Die Antwort kennen die Apps von moovel und Quixxit. Sie finden nach der Eingabe von Start- und Zielort sowie der Abfahrtszeit die cleverste Lösung, um schnell und einfach ans gewünschte Ziel zu kommen. Moovel berücksichtigt dabei die Angebote von car2go, mytaxi, Flinkster, Deutsche Bahn, öffentlichem Nahverkehr, Mitfahrzentralen und Mietfahrrädern. Aktuell arbeitet das Tochterunternehmen der Daimler AG daran, dass der einzelnen Verkehrsmittel der Partner über einen moovel-Account gebucht und bezahlt werden können. Quixxit, eine Initiative der Deutschen Bahn, kombiniert die Angebote von 15 Partnern, darunter Postbus, FlixBus, BlaBlaCar und Call a Bike.