LIFESTYLE
11/09/2015 17:53 CEST | Aktualisiert 12/09/2015 19:42 CEST

Alle glaubten, sie sei zu dick zum Tanzen - aber damit hatte wohl niemand gerechnet

Whitney Thore ist fett. Wenn wir das sagen, sind wir nicht gemeine Mobber, sondern zitieren lediglich die eigenen Worte der Amerikanerin. Aber Whitney ist viel mehr, als nur fett. Sie ist außerdem ein Star auf Youtube.

In ihren Videos, die Millionen von Klicks haben, begeistert die massiv übergewichtige Frau mit Tanzeinlagen zu Charthits wie Jason Derulos "Wiggle". Und ganz ehrlich: Das müsst ihr sehen!

Wiggle Wiggle ...

Ihren Ruhm im Internet möchte Whitney jedoch nicht nutzen, um für horrende Summen Werbung für Abnehm-Tees zu machen. Sie hat eine Botschaft: Nicht mehr gegen ihre Kilos anzukämpfen, sondern gegen die gesellschaftliche Vorstellung, wie eine Frau auszusehen hat und vor allem diesem Idealbild gerecht zu werden.

In diesem Sinne gründete sie die "No Body Shame Campaign" - eine Kampagne, die sich für die Akzeptanz aller Körperformen bei Frauen einsetzt.

"Ich hatte schon immer Probleme mit meinem Körper - schon bevor ich fett war", erzählt sie in einem Interview mit der amerikanischen Fernsehsendung "Today".

Durch das Tanzen und den großen Zuspruch, den sie durch ihre Videos erhalten hat, hat Whitney laut eigener Aussage begonnen, sich selbst und ihren Körper zu akzeptieren.

Selbstbewusstsein ist nicht etwas, was man hat oder nicht. Man muss etwas dafür tun.

"Selbst wenn du nicht fett bist, wirst du wahrscheinlich nie dünn genug sein, dem gesellschaftlichen Standard zu entsprechen. Selbstbewusstsein ist nicht etwas, was man einfach hat oder nicht", erklärt sie in dem Interview. "Es ist eher eine Sache, die man tun muss. Man muss aus seiner Komfort-Zone heraustreten und die Grenzen überschreiten. Wenn man das erst einmal geschafft hat, merkt man währenddessen erst, wie gut man sich fühlt."

Nun hat Whitney sogar eine eigene Show "My Big Fat Fabulous Life" (dt. "Mein großes fettes fabelhaftes Leben") , in der sie ihre Botschaft verbreiten wird.

Wie hat ein Körper zu sein?

Dabei verherrlicht sie das Leben als Übergewichtige nicht. Sie selbst leidet unter einer hormonellen Störung, weswegen sie so drastisch zunahm.

"Ich liebe meinen Körper, ich schäme mich für nichts und es beeinflusst mein Selbstwertgefühl in keinster Weise. Aber ich bin mir der gesundheitlichen Risiken bewusst", erklärt sie ihren Wunsch, etwas abzunehmen. "Ich tue das aber nicht, um wieder dünn zu sein. Ich will einfach nur fit und gesund sein."

Das ist wohl das einzige Idealbild, das man von einem Körper haben sollte.

Video: Schön oder durchschnittlich? Dieses Video zeigt, wie sehr Frauen unter dem Schönheitsideal wirklich leiden

So veränderte sich "der perfekte Körper" in den letzten 100 Jahren

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite


Gesponsert von Knappschaft