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Saudi-Arabien will 200 Moscheen in Deutschland bauen

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SALMAN
König Salman hat seine ganz eigene Pläne zur Flüchtlingskrise | dpa
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Zwei Dinge weiß so ziemlich jeder über arabischen Golfstaaten: sie sind muslimisch - und sie sind reich. Sehr reich sogar. Manche von ihnen sind so wohlhabend, dass sie sich gegenseitig im Bau von immer weiter in den Himmel ragenden Wolkenkratzern übertreffen und den tollkühnen Plan verfolgen, in fast schon lebensfeindlicher Umgebung eine Fußball-Weltmeisterschaft auszurichten.

Mit diesem Geld ließe sich aber auch Sinnvolleres anstellen. So wäre es eigentlich ein logischer Schritt, dass diese Staaten zumindest einen Teil der muslimischen Flüchtlinge aus Ländern wie Syrien, Afghanistan oder dem Irak aufnehmen. Doch weit gefehlt: Die Golfstaaten (die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Bahrain, Kuwait und Saudi Arabien) schotten sich immer weiter ab und lassen die Flüchtlinge nicht in ihre Länder.

Nun will sich aber einer der Machthaber für die Flüchtlinge engagieren: der neue saudische König Salman, der sich selbst gerne als "Hüter der beiden Heiligen Stätten des Islams“ betiteln. Die Asylsuchenden, sagt er, sollen zwar bitte weiterhin einen großen Bogen um sein sagenhaft reiches Land machen, aber:

Wie "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf die libanesische Zeitung "al Diyar" berichtet, will der absolutistische Monarch für die muslimischen Neuankömmlinge in Deutschland 200 Moscheen errichten. Die Flüchtlinge sollen sich doch schließlich in Deutschland ganz wie zuhause fühlen.

Hä? Wie das genau vonstatten gehen soll, lässt der Monarch nicht wissen. Saudi-Arabien erklärte außerdem, dass syrische Flüchtlinge seine Bevölkerung in großem Maße politisieren könnten. Darum will man sie nicht bei sich haben. Gleichzeitig verlängerten die beiden Monarchien in den letzten Jahren die Aufenthaltsgenehmigungen von syrischen Gastarbeitern nicht.

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