POLITIK
04/09/2015 13:47 CEST | Aktualisiert 04/09/2015 14:14 CEST

71 Tote in Lkw: Schlepperbande hätte beinahe weitere 81 Menschen umgebracht

AP

Einem Medienbericht nach sind die 71 Menschen, die tot in einem Kühl-Lkw an einer Autobahn in Österreich gefunden wurden, aller Wahrscheinlichkeit nach erstickt. Das berichtet das österreichische Portal "krone.at" von einer Pressekonferenz der burgenländischen Landespolizei. Die Luft soll nur eine Stunde gereicht haben, hieß es bereits zuvor.

Die 71 Menschen starben demnach schon kurz nach dem Start ihrer Schleusung in Ungarn. Hätte die Polizei in Österreich den in einer Pannenbuch an der Autobahn abgestellten Lkw also früher geöffnet, wäre die Hilfe dennoch zu spät gekommen.

Die Opfer sollen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan stammen. Die Polizei arbeitet noch an der Identifizierung mittels eines DNA-Abgleichs mit der EU-Datenbank und der DNA von möglichen Angehörigen, die sich gemeldet hätten.

Eine zweite Tragödie haben weitere 81 Flüchtlinge offenbar nur knapp verhindert. Wie die Zeitung berichtet, waren die Menschen dem Ersticken nahe, als es ihnen gelang, sich bei Gols in Österreich zu befreien. Während der Fahrt sollen sie die Seitentür bereits zweimal geöffnet haben. Die mutmaßlichen Täter sollen zur gleichen Gruppe gehören wie die des bereits bekannten Falls. Die beinahe tödliche Fahrt soll am selben Tag stattgefunden haben, an dem der Laster mit den Leichen gefunden wurde.

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