POLITIK
04/09/2015 09:39 CEST | Aktualisiert 04/09/2015 10:11 CEST

5 chinesische Marineschiffe in US-Gewässer eingedrungen

Getty

Fünf chinesische Kriegsschiffe haben nach Angaben des Pentagon US-Gewässer vor Alaska durchquert. Das meldet das "Wall Street Journal". Bereits am gestrigen Donnerstag war bekannt geworden, dass drei chinesische Kampfschiffe und zwei weitere in der Region operierten - allerdings hatte es da noch geheißen, die Schiffe seien in internationalen Gewässern unterwegs.

Wie ist die Beobachtung einzuschätzen?

Juristisch gesehen ist das Manöver in Ordnung. Das Pentagon gibt dem Bericht nach an, der Vorfall stehe im Einklang mit internationalem Recht, das eine friedliche Durchfahrt durch nationale Gewässer erlaube.

Die politische Dimension ist allerdings spannend.

  • Denn offenbar wurden chinesische Schiffe noch nie in der Region gesichtet. Beobachter werten das deshalb als Demonstration militärischer Stärke. In den Gewässern Südostasiens streitet China mit anderen Ländern um territoriale Ansprüche.
  • Außerdem, so heißt es, habe China umgekehrt den USA bislang das Recht verweigert, chinesische Gewässer zu durchfahren oder auch nur in der Nähe zu operieren.
  • Auch pikant: Die Schiffe wurden nahe der Orte gesichtet, die US-Präsident Barack Obama während seiner dreitätigen Alaska-Reise diese Woche besuchte. Hinzu kommt: Erst Mitte der Woche hatte China bei einer Militärparade in Peking neue Waffen vorgestellt, die eindeutig eine Warnung an die USA sind: Darunter neue Raketen, die Flugzeugträger versenken können und Atomwaffenfähige Raketen, die nahezu jeden Ort der Welt erreichen.

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