50 Menschen, die WIRKLICH dabei helfen, die Flüchtlingskrise zu lösen - und die zeigen, was JEDER VON UNS tun kann

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FLUECHTLINGE
50 Helfer | HuffPost
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Auch in den vergangenen Tagen haben sich wieder Tausende Flüchtlinge auf den Weg nach Europa gemacht. So wie schon in den Wochen und Monaten zuvor. Wenn sie an den Grenzen der EU ankommen, haben diese Menschen meist eine lebensgefährliche Reise über das Mittelmeer oder in Schlepper-Lkw hinter sich - und zurzeit haben diese Menschen vor allem ein Ziel: Deutschland.

Das stellt unser Land vor eine gewaltige Aufgabe. Mit 800.000 Flüchtlingen rechnet die Regierung in Berlin in diesem Jahr. Es wären so viele, wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Deutschland befindet sich damit in einer Ausnahmesituation.

Das Großartige ist: Bisher sind wir dieser Ausnahmesituation gewachsen.

Ja, es gibt Ausnahmen, aber die allermeisten Deutschen heißen die Flüchtlinge willkommen. Ende Juli sagten 200 Menschen - darunter viele Politiker, Unternehmer und Prominente - in der Huffington Post: "Willkommen, liebe Flüchtlinge, gut, dass ihr hier seid!"

Und die vergangenen Tage und Wochen haben gezeigt, dass das keine leere Phrase ist.

Ersteinmal: Die Regierung in Berlin macht derzeit vieles richtig, sie sendet ein wichtiges Signal. Wir als wohlhabendes Land verschließen die Türen nicht, wenn Menschen Hilfe brauchen. Wir schauen nicht weg.

Für diese Haltung wird Kanzlerin Angela Merkel im Ausland derzeit gefeiert. Deutschland ist auf einmal wieder beliebt und Vorbild für die Bürger in anderen Ländern Europas, zum Beispiel Großbritannien.

Aber die Politik wäre nichts ohne die Bürger, sie wäre nichts ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer, Spender und Engagierten. Diese kamen zum Beispiel vor einigen Tagen an den Hauptbahnhof in München, brachten den aus Ungarn ankommenden Flüchtlingen Essen und Getränke. Andere organisieren Kleiderspenden oder nehmen Flüchtlinge bei sich zu Hause auf. Wieder andere starten im Internet und in den sozialen Netzwerken Hilfsaktionen.

Die Huffington Post will den Menschen, die helfen, ein Gesicht geben. Denjenigen, die die Neuankömmlinge Tag für Tag unterstützen. Stellvertretend für die vielen Tausend Helfer haben wir 50 beeindruckende Geschichten von Menschen gesammelt, die wirklich dazu beitragen, die Flüchtlingskrise zu lösen - und die zeigen, dass jeder von uns helfen kann.

Facebook-Aktion #welcomechallenge

Sarah Wiener, Köchin sarah wiener

Mit der Facebook-Aktion #welcomechallenge sollen Menschen dazu bewegt werden, Flüchtlingen zu helfen. Auch Sarah Wiener hat mitgemacht und eine Flüchtlingsunterkunft besucht. „Wir sind die Mehrheit und wollen Flüchtlinge integrieren und haben Mitgefühl. Wir sind nicht Teil und nicht einverstanden mit den Brüllern, den Rassisten und Nazis, die sich den öffentlichen Raum und die Aufmerksamkeit nehmen und besetzen.“

Hilft bei Behördengängen

Tanya Neufeldt, Autorin & Schauspielerin tanya neufeldt

"Ich habe auf Facebook gesehen, was ein paar Kilometer Luftlinie von mir entfernt los war. Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt. Menschen nach einer auszehrenden Flucht einfach auf der Straße schlafen zu lassen und nicht zu unterstützen, ist für mich keine Option. Ich habe das gemacht, was gebraucht wurde: Von Essen ausgeben am LaGeSo bis Kleider sortieren, über Flüchtlinge zu privaten Unterkünften bringen. Wir haben bei uns zu Hause Flüchtlinge aufgenommen und betreuen jetzt mittlerweile zusammen mit Freunden 20 Menschen, helfen im Behördendschungel und beim Ankommen in Deutschland."

Ärztliche Versorgung

Detlef Niebuhr niebuhr

Der ehrenamtlich tätige Arzt von der Malteser-Migranten-Medizin hilft Flüchtlingen – und das auch, wenn sie keine gültigen Papiere haben. Auch wenn er gern hilft, sagt er: "Es ist ein Skandal, dass meine Arbeit überhaupt nötig ist."

Betreut eine Familie aus dem Irak

Nathalie Ruckelshausen, Controllerin nathalie ruckelshausen

"Der Friedensnobelpreisträger Europa errichtet Zäune an den Grenzen. Und auch für die Menschen, die es irgendwie zu uns schaffen, ist es nicht leicht hier Fuß zu fassen. Ich möchte einen eigenen kleinen Beitrag dazu leisten, Menschen, die aus aus ihrer Heimat fliehen mussten und alles verloren haben, hier in München willkommen zu heißen. Seit einem Jahr treffe ich mich als Patin regelmäßig mit einer Familie aus dem Irak. Manchmal helfe ich bei Behördengängen oder Briefe zu verstehen, oft trinken wir einfach zusammen Tee, unterhalten uns und üben Deutsch. Ich denke, das ist für beide Seiten eine unglaublich wertvolle Erfahrung und aus der Patenschaft ist eine Freundschaft geworden."

Hilft jungen Flüchtlingen

Maximilian Schultz, Gesundheits- und Pflegemanager
"Mein Arbeitgeber kam vor einigen Wochen auf mich zu und fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, eine Gruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in meiner Heimatstadt zu eröffnen und zu leiten. Ich musste nicht lange überlegen und entschloss mich, die soziale und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Derzeit sind wir in der Vorbereitungsphase: Wir renovieren ein extra dafür angemietetes Haus, suchen geeignetes Personal und bereiten die neuen Mitarbeiter auf die anspruchsvolle Arbeit mit Flüchtlingen vor. "

Gibt Essen aus

Ursula James, Veranstaltungskauffrau ursula james

"Ich gehe dreimal in der Woche während meiner Mittagspause zur Essensausgabe in ein Gemeinschaftszelt in Würzburg. Ich 'opfere' meine Mittagspause, weil es das leichteste der Welt ist, den Menschen, die unsere Hilfe so sehr benötigen zu zeigen, dass wir alle gleich sind und zwar MENSCHEN. Jedes Lächeln der Jungs erwärmt mein Herz und ist mehr wert als meine sonstigen Freizeitaktivitäten. Die Jungs wollen Deutsch lernen, sind neugierig und dankbar, dass Deutschland so ein großes Herz hat - sie bezeichnen uns Helfer als ihre Engel."

Hilft in der Schule

Martina Unger, Sozialpädagogin katharina radmüller

"Ich berate und unterstütze junge Flüchtlinge in der SchlaU-Schule in München, einer Schule, die jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren aus Afghanistan, Syrien, dem Irak, Eritrea, Somalia und vielen anderen Fluchtländern dabei hilft, einen Schulabschluss zu erreichen und eine Ausbildung oder weiterführende Schule zu schaffen. Der Erfolg unserer Schülerinnen und Schüler gibt Kraft und Motivation. Weil es so bereichernd ist, mit den jungen Menschen zu arbeiten, engagiere ich mich auch in dem Verein heimaten e. V., in dem wir gemeinsam mit jungen Flüchtlingen in vielen Aktionen die neue Heimat Bayern kennenlernen und neue Netzwerke aufbauen. Für uns ist Heimat ein Ort, an dem man starke Beziehungen hat, sich gut auskennt, Spaß hat und an dem man sich sicher, respektiert und geachtet fühlt – egal woher man kommt und wohin man geht."

'Fremde werden Freunde'

Susanne Welslau, Fremdsprachenkorrespondentin susanne welslau

"Schon während des Bosnienkrieges habe ich Hilfslieferungen nach Lukavac organisiert. Zu der Zeit hat ein Flüchtlingskind bei mir gewohnt. Jetzt hab ich meine Gruppe 'Fremde werden Freunde' wieder aktiviert. Wir haben eine private große Kammer mit Kleidung und Möbel. Wir betreuen unsere Flüchtlinge bei Arzt- oder Behördengängen, laden sie zu uns zum Essen ein und feiern mit ihnen Ramadan."

Vermietet günstig ihre Wohnung

Mariele Millowitsch, Schauspielerin millowitsch

Die Kölner Schauspielerin hat sich entschieden, ihre Wohnung zu vergünstigten Konditionen an eine Flüchtlingsfamilie zu vermieten und diese zu betreuen. Millowitsch möchte damit auch ein Zeichen setzen. "Ich versetze mich dann in die Leute und denke: Jetzt wirst du schon von zu Hause verjagt, durch Gewalt, durch Krankheit, durch Hunger, und dann kommst du in ein Land, da will dich auch niemand haben, und du wirst noch angefeindet. Am liebsten hätte ich ganz viele Wohnungen, aber ich habe nur die eine gehabt, leider", sagte sie der "Welt".

Setzt Zeichen des Willkommens

Andreas Klusch Andreas Klusch ruft bei Facebook ganz einfach Menschen weltweit dazu auf, am 5. September um 21 Uhr eine brennende Kerze ins Fenster zu stellen – und so ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.

Organisiert #welcomechallenge

Michael Simon de Normier, Produzent michael simon de normier

Der Produzent Michael Simon de Normier hat den Netztrend #welcomechallenge ins Leben gerufen: „Nach drei Tagen Schweiß - im Kampf gegen Hitze, Wespen und die Ohnmacht der schieren Not - waren meine Unterarme zerstochen und meine Hände zu zweit allein so müde, dass sie per Touchscreen nach MEHR riefen: mehr Helfern, mehr Hilfsbereitschaft (weniger Diskussion), mehr Sachspenden und nach Liebe natürlich! Meinem Aufruf folgten schnell enge Freunde und weitere Multiplikatoren, Bild & Glotze und ein Dammbruch der Willkommenskultur."

Schreibt einen Begrüßungs-Blog

Lutz Staacke, Bürger lutz

Staacke hat das Projekt "1000 Mal willkommen" gestartet. Das Tumblr-Blog begrüßt Flüchtlinge in Deutschland mit Fotos von persönlichen Schildern und Plakaten. Jeder kann mitmachen.

Erleichtert Integration

Markus Henn, 2. Vorstand der Flüchtlingshilfe München e.V. markus henn

"Die Flüchtlingshilfe München besteht seit über zehn Jahren und ist vor allem aktiv in Flüchtlingsunterkünften in München. Wir sind zehn Ehrenamtliche, die mit verschiedenen Schwerpunkten helfen, teils schon viele Jahre. Wir wollen mit der Hilfe Not lindern, die durch Lücken in der staatlichen Versorgung entstehen, aber auch dazu beitragen, dass diese Menschen in unserer Gesellschaft Fuß fassen und auf Dauer eigenständig leben und sich integrieren können. Momentan veranstalten wir vor allem Deutschkurse sowie Freizeitaktivitäten und unterstützen Schwangere, junge Mütter oder unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bei verschiedensten Problemen. Gerade haben wir ein Deutsch-Lehrheft veröffentlicht, das auf unserer Webseite kostenlos heruntergeladen werden kann."

Gründer der Initiative "Pave The Way"

Akilnathan Logeswaran, Gründer der Initiative "Pave The Way der Deutschlandstiftung Integration" akilnathan logeswaran

Akilnathan Logeswaran setzt sich kontinuierlich bereits seit Jahren als Social-Media-Aktivist für Flüchtlinge und gegen Fremdenhass ein. Anfang diesen Jahres überzeugte er via Twitter die Band Deichkind, ihre Refugees-Welcome-Kollektion, die sie beim ECHO getragen hatten, auf den Markt zu bringen und 100 Prozent des Profits an die Menschenrechtsorganisation PRO ASYL zu spenden. „Sich für Bedürftige einzusetzen ist eine Selbstverständlichkeit, egal ob Flüchtlinge, Obdachlose oder Menschen in Slums. Ein Mensch ist Mensch und wer Hilfe benötigt, sollte diese bekommen. Für Menschlichkeit kann und darf es keinen Unterschied machen, ob ich 10 Kilometer weiter nördlich geboren wurde, oder 1000 Kilometer weiter südlich.“

Ermöglicht Bildung

Günter Reichert, Gründer der "Asylotheken" günter reichert

Asylotheken, das sind Büchereien in Flüchtlingsheimen. Neben dem Leseangebot geht es aber auch darum, kulturelle Werte zu vermitteln. „Wir erwarten von allen Einreisenden, dass sich diese nach unserem Wertekanon bewegen“, sagt Gründer Günter Reichert, „aber niemand bringt diesen den Menschen bei.“ Diese Lücke soll die Asylothek schließen. Denn: „Nur eine zeitnaher Spracherwerb und die erlebbare Vermittlung unserer Werte sichert eine konfliktfreie Orientierung in unserer Gesellschaft.“ Gestartet vor drei Jahren in Nürnberg, gibt es die Büchereien nun auch in anderen Städten. Bis Ende 2015 will Reichert 50 ehrenamtliche Asylotheken eröffnet haben.

Stellt ein Zimmer zur Verfügung

Monika P., Sekretärin syrer

Rony suchte dringend eine Unterkunft, Monika P. wünschte sich Gesellschaft. Deshalb nahm sie den syrischen Flüchtling in ihrer Wohnung im oberbayrischen Ottobrunn auf - und das Zusammenleben funktioniert bestens. Wie Rony suchen viele Flüchtlinge, deren Asylanträge bewilligt wurden, dringend eine günstige Wohnung, weil sie aus dem Asylbewerberheim ausziehen müssen.

Bringt Flüchtlinge auf die Bühne

Birgit Simmler, Regisseurin birgit simmler

Im hessischen Biedenkopf wird das Musical „Der Postraub“ aufgeführt – dabei spielen fünf syrische Flüchtlinge mit. Das Stück handelt von der Flucht vieler Hessen in die USA während des 19. Jahrhunderts. Birgit Simmler, die Leiterin der Festspiele, erklärt: „Wir wollen dafür sensibilisieren, dass die Geschichten der Flüchtlinge den Lebensgeschichten früherer Generation ähneln. Jedem Menschen können unvorhergesehen und unverschuldet Dinge geschehen, die ihn voll Hoffnung und auch voll Gefahr in ein neues Leben aufbrechen lassen und die ihn auf Hilfe anweisen.“

Bietet Boxtraining an

Lina Schönfeld, Amateurboxerin lina schönfeld

Amateurboxerin Lina Schönfeld trainiert in Braunschweig Flüchtlinge. Einmal pro Woche kommen junge Männer aus den umliegenden Unterkünften, um beim Boxen zu schwitzen. "Tendenziell wird die Gruppe immer größer", sagt die 28-Jährige. Die Teilnehmer zählen auf Deutsch und erhalten kleine Anweisungen.

Bringt Flüchtlinge auf den Platz

Olaf Butterbrod, Trainer butterbrod

Beim ESV Neuaubing besteht die Fußballmannschaft seit dieser Saison komplett aus Flüchtlingen, Olaf Butterbrod trainiert sie. "Auf dem Platz zählt nicht, wo man herkommt", sagt er. Insgesamt sind es 34 Spieler aus vielen verschiedenen Ländern. Sie nehmen ganz normal in der C-Klasse am Punktspielbetrieb teil.

Wirbt für Akzeptanz

Claudia Poser-Ben Kahla, Geschäftsführerin poser

Claudia Poser-Ben Kahla aus Gera hat den Verein "Akzeptanz" gegründet, um in Thüringen eine "positive Willkommenskultur" zu etablieren. "Seit mehr als 14 Jahren ist für mich das Wort Ehrenamt zusätzlich zu meiner beruflichen Laufbahn eine Selbstverständlichkeit und ein Muss. Ich kenne die Hintergründe der arabischen Länder, die Fluchtgründe und die Armut. Gleichzeitig kann es auch eine Chance sein, andere Kulturen und Religionen kennenzulernen. Ich setze mich für jeden ein, egal welcher Fluchtgrund vorliegt."

Will eine Stadt des Willkommens

Oliver Junk, Bürgermeister von Goslar junk

Goslars Bürgermeister will im Gegensatz zu vielen anderen Bürgermeistern nicht weniger Flüchtlinge in seiner Stadt, sondern mehr. Nicht jeder kann Bürgermeister sein. Aber jeder kann Flüchtlingen gegenüber offen sein. Und jeder kann jeden Tag für seine Meinung kämpfen.

Gewährt Kirchenasyl

Stephan Theo Reichel, Evangelischer Landesbeauftragter für Kirchenasyl Bayern Auch kirchliche Gemeinden können Asyl gewähren. Als Kirchenasyl-Beauftragter der evangelischen Landeskirche Bayern bewahrt Stephan Reichel Kriegs- und politische Flüchtlinge vor der Abschiebung in die Erstaufnahmeländer. Dabei ist er viel vor Ort und spricht mit Betroffenen, Pfarrern, Gemeindemitgliedern und Helfern. „Ich habe nach einem erfüllten Berufsleben in der Finanzwirtschaft nach einer neuen interessanten Aufgabe gesucht, mit meiner Erfahrung Gutes zu bewirken“, sagt Reichel.

Hilfe in der Uni

Melusine Reimers und Merle Becker, Initiatorinnen von "Academic Experience Worldwide" melusine reimers und merle becker

Die Frankfurter Studentinnen wollen Flüchtlingen mit akademischem Hintergrund Orientierung im Wissenschaftsbetrieb geben. Mit ihrer Organisation "Academic Experience Worldwide" vermitteln sie dazu unter anderem Tandempartner. Sie wollen dem Klischee vom "armen, ungebildeten Flüchtling" entgegenwirken, sagen die Initiatorinnen.

Organisierte eine Welcome-Party

Magdalena Rogl, Online- und Social-Media-Managerin lena rogl

Sie hat eine Willkommensparty für die Bewohner des Flüchtlingsheims direkt neben ihrem Arbeitsplatz organisiert. „Unsere Firma sponserte einen Eiswagen und ,Welcome to Germany’-Luftballons“, sagt sie, „ein benachbartes Unternehmen stellte Giveaways für die Kinder zur Verfügung, unsere Kantine sorgte für Getränke. „Aber das Wichtigste: Ganz viele Kollegen und Freunde engagierten sich, so machte beispielsweise der Freund einer Bekannten von mir mit seiner Band ganz spontan Live-Musik. Wir hatten eine wunderbare Welcome-Party mit über 300 Menschen. Da war es plötzlich ganz egal, wer Flüchtling und wer Helfer war.“

Vermittelt WG-Zimmer

Golde Ebding, Mareike Geiling und Jonas Kakoschke, Initiatoren von "Flüchtlinge Willkommen" flüchtlinge willkommen

Die Berliner Initiative "Flüchtlinge Willkommen" vermittelt freie WG-Zimmer an Flüchtlinge. Schon 80 Mal hat das bundesweit geklappt, heißt es auf der Homepage. Finanziert werden die Zimmer über Spenden oder mit staatlichem Geld.

IT für Flüchtlinge

Volker Werbus, Gründer von "Refugees Online" volker werbus

Mit Internetzugängen und Computern versorgt der Verein "Refugees Online" Flüchtlingsunterkünfte. So können die Menschen Kontakt zu Angehörigen halten und Deutsch lernen. In Zusammenarbeit mit der Initiative Freifunk betreut der Verein immer mehr Einrichtungen. Die Idee kam dem Gründer Volker Werbus im vergangenen Jahr, nachdem er einer Folge der ZDF-Sendung "Die Anstalt" über Flüchtlinge gesehen hatte: "Ich habe dann beschlossen, einen Wochentag für ehrenamtliche Tätigkeiten zu 'spenden'." Als ehemaliger Vorstand einer WLAN-Firma konnte Werbus sein Fachwissen nutzen, um ganz praktisch zu helfen.

Wasser für den Nordirak

Tobias Huch, Politiker Der FDP-Politiker hat gemeinsam mit Gunter Völker eine Initiative gegründet, die täglich zwischen 20.000 bis 30.000 Trinkwasserflaschen an Flüchtlinge im Nordirak liefert. Über die Spendenseite und eine 5-Euro-SMS mit „Kurdistan“ an die 81190 kann dessen Aktion unterstützt werden. Zur derzeitigen Flüchtlingsdebatte sagt Huch: "Es gibt in Deutschland eine breite Solidarität für Flüchtlinge. Die Stimmen gegen Flüchtlinge sind zwar laut, aber es sind sehr wenige."

Mobilität für Flüchtlinge

Tobias Boßmann und Tobias Fleiter, Ingenieure bikes without borders

Die beiden jungen Ingenieure gründeten 2012 in Karlsruhe das Projekt "Bikes without Borders". Flüchtlinge können neben der Erstaufnahmestelle gebrauchte Fahrräder bekommen, die gespendet und von Ehrenamtlichen repariert wurden. Bis vor einigen Monaten wurden die Räder verliehen; inzwischen werden sie für zehn Euro verkauft und müssen nicht mehr zurückgebracht werden. "Die Nachfrage hat enorm zugenommen", sagt Fleiter.

Vermittelt zwischen den Kulturen

Gernot Wolfram, Vorsitzender und Mitbegründer des Vereins "Board of Participation e.V." gernot wolfram

"Wir vom Verein "Board of Participation" organisieren kulturelle Veranstaltungen für Einheimische und Neuankömmlinge. Zum Beispiel eine arabisch-deutsche Literaturperformance beim Internationalen Literaturfestival Berlin. Der Mensch mit seinen Vorstellungen und Ideen soll sichtbar werden, jenseits der Flüchtlingsbiographie. Wir sind kein Charity-Verein, sondern arbeiten mit den Geflüchteten auf Augenhöhe. Als Schriftsteller und Kulturwissenschaftler habe ich natürlich ein Interesse an anderen Kulturen. Denn was wissen wir schon vom kulturellen Reichtum der Länder, aus dem die Menschen kommen?"

Regt zum Nachdenken an

Raoul Haspel, Künstler raoul haspel

Um auf „das erschütternde Versagen" seines Landes in der Flüchtlingspolitik aufmerksam zu machen, hat der österreichische Künstler Raoul Haspel 60 Sekunden Stille aufgenommen und als Single veröffentlicht. „Das Projekt „Schweigeminute“ ist eine Einladung, kurz inne zu halten und sich gemeinsam auf die uns allen innewohnende Menschlichkeit zu besinnen!“ Die gespendeten Erlöse sollen eine Akuthilfe für die geflüchteten Menschen sein. Damit jeder Cent ankommt, übernimmt Haspel nach eigenen Angaben selbst die Vertriebskosten. Die Botschaft kommt an: „Schweigeminute“ steht auf Platz eins der österreichischen Charts.

Hilfe bei der Arbeitssuche

Philipp Kühn und David Jacobs, Studenten workeer

Arbeit zu finden, ist für Flüchtlinge in Deutschland schwierig, allein schon aus rechtlichen Gründen. Deshalb haben Philipp Kühn und David Jacob als Abschlussprojekt ihres Studiums die Jobbörse „workeer“ speziell für Asylsuchende gegründet. Zwei wichtige Gründe für ihr Projekt liefern sie auf der Website: Als Arbeitnehmer können sich Geflüchtete leichter integrieren und decken oftmals den Mangel an Fachkräften. Eine Win-Win-Situation.

Berät bei Asylanträgen

Radoslav Ganev, Stipendiant "Geh deinen Weg" radoslav ganev

Nach dem Studium der Politikwissenschaft, in dem ich mich auf die Repräsentation ethnischer Minderheiten und Integrations- und Migrationspolitik spezialisiert habe, wollte ich einen Job ausüben, bei dem ich den direkten Kontakt zu Menschen habe und ihnen helfen kann. Seit dem 1. April arbeite ich in der Sozialberatung einer Erstaufnahmeeinrichtung in München und erkläre den Menschen den Asylprozess, was jetzt hier geschieht, worauf sie sich einstellen müssen. Darüber hinaus helfe ich ihnen Kontakt zu in Deutschland lebenden Verwandten herzustellen und den Alltag in der neuen Umgebung zu bewältigen."

Integration durch Fußball

Stefan Kunz, erster Vorsitzende des "SG Bostalsee" stefan kunz

Beim saarländischen SG Bostalsee können Flüchtlinge nicht nur umsonst Mitglied werden. Der Fußballverein vermittelt ihnen auch Wohnungen und Praktika. Stefan Kunz, erster Vorsitzender des SG Bostalsee und Initiator des Projekts, hatte bereits beruflich Erfahrung mit Flüchtlingsarbeit und sieht es als moralische Verpflichtung zu helfen. „Heimat ist dort, wo man sich anerkannt fühlt. Das geht hier sehr gut", sagt Kunz.

Ausbildung für Flüchtlinge

Gereon Haumann, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Rheinland-Pfalz gereon haumann

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Rheinland-Pfalz bietet seit diesem Jahr duale Ausbildungsplätze für Flüchtlinge an. Mittlerweile ist das Angebot auf über 300 Stellen an zehn Standorten angewachsen. Auch Unterkunft und Verpflegung sind teilweise dabei. Präsident Gereon Haumann erklärt: „Wir wollten mit diesem Angebot einen kleinen aber ganz pragmatischen Beitrag zur Integration der vielen tausend Flüchtlinge über den Arbeitsmarkt in die deutsche Gesellschaft leisten.“

Sammelt Spenden im Netz

Johannes Bittner bittner

"Deutschland ist hilfsbereit – das können wir mit unserem Portal ichhelfe.jetzt beweisen: Denn innerhalb eines Monats konnten wir bundesweit rund 10.000 Zeit- und Sachspenden erfassen, die nun durch Hilfsorganisationen angefordert werden können und somit Flüchtlingen zugute kommen. Mit ichhelfe.jetzt ist eine einfach zu bedienende Hilfsplattform entstanden, die für eine effizientere Vermittlung von freiwilligen Helfern und Sachspenden sorgt."

Wirbt in Hamburg für Flüchtlinge

Taygun Kaptan, Initiator von "Moin Moin Refugees" taygun

Ich bin in Hamburg gut vernetzt, das wollte ich bewusst für einen gemeinnützigen Zweck einsetzen und trommelte befreundete Veranstalter, StartUps und Dj Crews zusammen und auf Anhieb erklärten sich alle bereit zu kooperieren. Wenn man in der Lage ist, sollte man im Rahmen seiner Möglichkeiten alles erdenkliche tun, um so viele Menschen wie möglich zu mobilisieren. Zusätzlich zielen wir als "Moin Moin Refugees" darauf ab, den Zusammenhalt, den eine Multikulti-Stadt wie Hamburg hat, nach außen zu symbolisieren und anderen als Beispiel voranzugehen. Der eigentliche Reichtum eines Landes ist seine kulturelle Vielfalt."

Behandelt umsonst

Stefan Conrads, Augenarzt stefan conrads

"Durch den Umstand, dass ein Flüchtlingskind bei allen umgebenden Augenärzten keinen Untersuchungstermin bekommen hatte, wurde an uns die Anfrage einer augenärztlichen Untersuchung gestellt: Spontan haben wir die Zusage der Untersuchung gegeben. Daraus ist die Frage bei uns entstanden, ob hier noch mehr Behandlungsbedarf besteht und haben die umliegenden Aufnahmestellen angefragt. So stellte sich dann in der Tat die Notwendigkeit der Versorgung dar. Durch die Nachrichten bekommt man nur abstrakt einen Anhalt für die humanitäre Krise. So sitzt man auf dem Sofa mit der schlechten Unendlichkeit beliebiger Deutungen und hört am Ende das Wetter mit metaphorisierend trüben Aussichten und einem im Konjunktiv stehenden Ausblick zum Blau des Himmels."

Beschäftigt einen Flüchtling

Rolph Limbacher, Friseur rolph limbacher

Limbacher hat einen Flüchtling eingestellt. "Wir wollen helfen, das ist für mich eine humanitäre Sache, wir haben schließlich eine soziale Verantwortung", sagt er. "Auch ich habe einen Migrationshintergrund und möchte anderen Menschen die Chance geben, sich ein neues Leben aufzubauen. Wir sehen in den Flüchtlingen ein großes Potential für unser Unternehmen. Wir brauchen dringend Fachkräfte für die Zukunft. Bei uns zählt nicht woher du kommst, sondern wohin du willst."

Spendet Geld

Ute Grasel, Hausfrau ute grasel

"Ich spende Geld für Flüchtlinge und für die freiwilligen Helfer. Ich denke, dass die Hilfsorganisationen am besten wissen, was sie damit anstellen können und was sie benötigen. Ich kann nicht mehr länger mit ansehen, wie Menschen völlig ausgehungert hier in Deutschland ankommen. Wir haben eine Verantwortung gegenüber diesen Notleidenden. Da sollte niemand erst nachdenken müssen, bevor er hilft."

Sammelt Sachspenden in Berlin

Simone Logar, Lisa Sperling, Patricia Bonaudo und Mareice Kaiser von "Kreuzberg hilft" kreuzberg hilft

"Nichts tun ist keine Option. Für keine von uns. So kamen wir über unsere ehrenamtliche Arbeit zusammen. Mit "Kreuzberg hilft" möchten wir schnell und unkompliziert die Arbeit der zahlreichen Helfer unterstützen. Lagerplatz ist rar, der Bedarf hoch und die Spendenbereitschaft überwältigend. Wir sammeln, sortieren und fahren die Sachspenden gemeinsam mit vielen Helfer dorthin, wo sie gebraucht werden."

#BloggerFuerFluechtlinge

Paul Huizing, Food-Blogger paul huizing

"Wir sind ganz normale Menschen. Menschen denen nicht egal ist, wie mit anderen Menschen umgegangen wird. Menschen, die helfen wollen. Wir müssen lauter sein, als die Hetzparolen auf Plakaten und menschenverachtenden Kommentare auf Facebook. Es geht uns alle etwas an. Erich Kästner hat gesagt: 'An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.' Und der kann sich nicht täuschen. #BloggerFuerFlüchtlinge ist Teil eines Aufstands der Anständigen, wie ihn Anja Reschke forderte. Wir wollen 'dagegen halten, den Mund aufmachen, Haltung zeigen.' Aber wir wollen auch Geschichten erzählen, die zeigen, dass wirklich jeder etwas tun kann. Die Spenden, die wir mit #BloggerFuerFluechtlinge sammeln gehen an unterschiedliche Hilfsprojekte für Flüchtlinge in ganz Deutschland, die über Betterplace finanziert werden."

Flüchtlinge als Schreiner

Das Team von "Cucula" cucula

Das Wort „Cucula“ kommt aus West-Zentralafrika und bedeutet „etwas gemeinsam machen“ und „aufeinander aufpassen“. Das ist auch das Motto des gleichnamigen Berliner Projekts. Wenn Flüchtlinge in Deutschland ankommen, sind die meisten von ihnen erst einmal zum Nichtstun verdammt. „Cucula“ hat ein Bildungsprogramm ins Leben gerufen, um Flüchtlingen eine Perspektive zu bieten, bis sie eine Arbeitserlaubnis bekommen. Die Geflüchteten fertigen gemeinsam mit den Mitglieder der Initiative Möbelstücke an. Der Erlös kommt ihnen direkt zugute. Sie können damit eine Unterkunft oder auch den Deutschunterricht bezahlen.

Organisiert Wohnung und Möbel

Initiative "Willkommen in MüSa" münstersarmsheim

Hier gibt es nicht zu viele Flüchtlinge, sondern aus Sicht einer Initiative zu wenige: Der Ort Münster-Sarmsheim in Rheinland-Pfalz bemühte sich, Flüchtlinge aufnehmen zu können - das war ursprünglich nicht geplant. Die Initiative "Willkommen in MüSa" organisierte Wohnungen und Möbel. Mitgründer Roland Beek: "Wir machen halt das, was wir können."

Nahm zwei Flüchtlinge auf

Martin Patzelt, Politiker martin patzelt

Während die meisten Politiker noch diskutieren, hat Patzelt einfach schon mal angefangen, den Flüchtlingen zu helfen. Im Juli 2015 nahm er kurzerhand zwei junge Männer aus Eritrea bei sich auf. Er geht mit gutem Beispiel voran und fordert seine Mitbürger dazu auf, auch Flüchtlinge bei sich aufzunehmen: „Es ist ungefähr so, wie mit erwachsenen Söhnen zusammenzuleben.“

Spendet Sportgeräte

Ulfert Böhme, Managing Director von Johnson Health Tech boehme

"Ich finde, dass jeder einzelne und auch Unternehmen die Flüchtlingskrise nicht mehr ignorieren dürfen. Wir sehen im Bereich Sport und Fitness eine wichtige Möglichkeit, Menschen in ein normales gesellschaftliches Leben zu integrieren. Sport schweißt zusammen und hilft, sich selbst zu finden und das Selbstwertgefühl zu steigern. Wenn ich das durch Sportgeräte unterstützen kann, mache ich das natürlich von Herzen gern. Deshalb haben wir im Rahmen der Aktion "Wir helfen" in Köln Sportgeräte im Wert von 5000 Euro für ein Kölner Flüchtlingsheim gespendet. Für mich ist es selbstverständlich, dass Menschen geholfen wird, die humanitäre Hilfe benötigen."

Sammelt Kleiderspenden

Julia Bauer, Unternehmerin julia_bauer

"Seit etwa 8 Jahren unterstütze ich ehrenamtlich die Hamburger Tafel, die auch Essen an soziale Einrichtungen für Flüchtlinge liefert. Bei diesen Fahrten wurden wir immer wieder nach Kleidung und besonders jahreszeitengerechter Kinderkleidung gefragt. Also durchsuchte ich die Kleiderschränke meiner zwei Kinder nach allem, was nicht mehr passte und nahm sie zur nächsten Fahrt mit. Es waren nur 4 Plastiktüten, aber die wurden in einem Mutter- und Kind-Haus so freudig entgegengenommen als wäre es ein Barscheck gewesen. Seitdem organisiere ich Kleidersammlungen für Flüchtlinge in Kitas. Parallel habe ich Anfang des Jahres im Internet die gemeinnützige Shoppingplattform www.smileshopping.de ins Leben gerufen. Dort können Kunden mit ihren Einkäufen bald auch ein Flüchtlingsprojekt unterstützen, ohne das für sie Mehrkosten entstehen."

Hilft sich in Deutschland heimisch zu fühlen

Jussra Zamani, Stipendiatin "Geh deinen Weg" jussra zamani

"Für mich ist es besonders wichtig etwas an der Haltung derer zu ändern, die den Flüchtlingen mit unberechtigten Aussagen begegnen, statt sie mit einem freundlichem „Hallo“ zu begrüßen. Man kann ihnen helfen, indem man Kleidung oder Geld spendet. Für mich persönlich ist es wichtig viel dafür zu tun, um diese Haltung zu ändern. Die diesjährige „Junge Islam Konferenz“ in Berlin lief unter dem Motto „Haltung statt Herkunft“ - genau das wollte ich weitergeben. Mit einer abwertenden und herablassenden Art den Flüchtlingen zu begegnen bringt nicht nur Unverständnis für ihre Lage mit sich sondern es zeigt ihnen auch, dass sie hier angeblich nicht gewollt werden. Durch so eine Ablehnung folgt eine Kettenreaktion, die bei fehlenden Kontakten anfängt, bis hin zu Schwierigkeiten sich in Deutschland heimisch zu fühlen oder auch die Sprache zu erlernen."

Bietet seine Wohnung an

Andreas Tölke, Journalist Als der Journalist von der Situation der Flüchtlinge in Berlin erfuhr, war ihm klar, dass er handeln muss. Zusammen mit der Initiative „Moabit hilft“, stellt er den Flüchtlingen eine Unterkunft zur Verfügung – völlig kostenlos. Jeden Abend geht er zur Aufnahmestelle und holt einige Menschen zu sich nach Hause, damit sie nicht auf der Straße übernachten müssen.

Kunst für Flüchtlinge

Francis Flurin und Halea Isabelle Kala, Künstler-Duo MUSÉ musé

"Seit dem Frühjahr 2015 arbeiten wir mit sechs in Berliner Heimen lebenden Flüchtlingen aus Aserbaidschan, Afghanistan, dem Kosovo und Syrien. Wir stellten ihnen Einwegkameras mit jeweils 27 Bildern zur Verfügung. Alle 6 der teilnehmenden Flüchtlinge erhielten somit dasselbe Instrument, mit dem sie über eine Woche hinweg ihren Alltag festhalten konnten - einzig und allein mit dem Briefing, ihr gegenwärtiges Leben zu dokumentieren.

Mit diesem Projekt wollten wir, dass Flüchtlinge ihren Alltag selbst einfangen und fotographisch darstellen, so wie sie ihn erleben - die Normalität und die alltäglichen Eindrücke und Freuden ihres hiesigen Lebens. Sie vermitteln, wie sehr sie sich wünschen, nicht nur als Opfer wahrgenommen zu werden, sondern als Menschen, die selbst unter extremen Umständen Alltagsrituale für sich kreieren und leben... und träumen, lachen und lieben."

Entwickeln Soforthilfe-Programm

Ana, Ruben und Francis, Entwickler eines Prototypen für erst-ankommende Flüchtlinge fluechtlinge

Seit Mitte Juni 2015 entwickeln Ana, Ruben und Francis mit Flüchtlingen für erst-ankommende Flüchtlinge einen Prototypen eines Gerätes, das essentielle Informationen, besonders für erst-ankommende Flüchtlinge, beinhaltet. Dieser Prototyp wird in mehreren Sprachen verfügbar sein, damit Flüchtlinge sich nicht ausgeschlossen fühlen müssen. Außerdem werden wir zusätzlich eine Audiovision kreieren, um auch Analphabeten entgegenzukommen.

Gesundheitsversorgung für Migranten

Pater Oliver pater oliver

Der katholische Pater aus Duisburg bietet kostenlose medizinische Hilfe für Migranten und Flüchtlinge an. Das ehrenamtliche Team unter Leitung des gelernten Rettungssanitäters führt jeden Donnerstag eine Sprechstunde durch und hilft allen, die in einer normalen Praxis nur gegen Bares behandelt würden. Pater Oliver verlangt nach einer Änderung im Gesundheitssystem, dass diese Menschen bis jetzt effektiv im Stich lässt.

Lesenswert:

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200 Menschen aus Deutschland, darunter Politiker, Schauspieler, Musiker, Studenten und andere Menschen haben in der Huffington Post ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Flüchtlingen in Deutschland zugerufen: "Willkommen, gut, dass ihr hier seid, weil..."

Seit dieser Aktion erreichen uns täglich weitere Dutzende Beiträge zu diesem Thema. Wenn Sie sich an der Diskussion mit einem eigenen Artikel beteiligen wollen, schreiben Sie an blog@huffingtonpost.de.

Es ist Zeit, dass wir in Deutschland ein Zeichen setzen. FÜR Weltoffenheit, FÜR Toleranz und FÜR Menschen in Not

Das wollen die in München ankommenden Flüchtlinge den Deutschen sagen



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