POLITIK

Wie lange wollen wir noch zuschauen? Dieses Bild ist eine Ohrfeige für Europa

02/09/2015 17:38 CEST | Aktualisiert 02/09/2015 19:58 CEST

kind bodrum

Dieses Bild muss jeden verstören, der es sieht. Es zeigt einen toten Jungen, der an einem Strand nahe dem türkischen Urlaubsort Bodrum angespült wurde. Ein Helfer trägt ihn weg vom Meer. Wie die Behörden vermuten, ist es ein Kind syrischer Flüchtlinge.

Zwei Boote mit elf Flüchtlingen waren am Mittwoch auf ihrer Reise in Richtung Griechenland gekentert, wie der britische "Independent" berichtet.

Laut der türkischen Nachrichtenagentur Dogan starben bei dem Unglück unter anderem drei Kinder und eine Frau. Zwei Menschen überlebten, nachdem sie mit Schwimmwesten an den Strand geschwommen waren.

Wir haben in den vergangenen Wochen der Flüchtlingskrise viel Schockierendes und Grauenvolles gesehen. Fotos von Menschen, die in Stacheldrahtzäunen in Osteuropa festhängen, um in Richtung Deutschland zu kommen. Fotos eines Lasters auf einer österreichischen Autobahn, in dem 71 Flüchtlinge qualvoll erstickt waren.

Es gibt Bilder, die schreien danach, eine Minute innezuhalten, nachzudenken. Dieses Foto ist ein Anlass für einen solchen Moment. Europa sollte ihn nutzen und sich fragen: Wie lange wollen wir noch zuschauen?

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