POLITIK
01/09/2015 10:00 CEST | Aktualisiert 01/09/2015 10:04 CEST

Schweizer Rechtspolitiker schockt mit menschenverachtender Aussage: "Neger sollen alle verhungern"

getty
Ein schweizer Politiker sorgt für einen riesigen Skandal

Am gestrigen Abend sorgte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in der ARD-Talkshow "Hart aber Fair" für allgemeines Kopfschütteln, als er den Schlagersänger Roberto Blanco als einen "wunderbaren Neger" bezeichnete.

Doch nicht nur der Politiker der CSU benutzt das "N"-Wort ganz ungeniert, ein Politiker der rechtspopulistischen Schweizer Volkspartei "SVP" bewies, dass es noch schlimmer geht und sorgte in seiner Heimat für einen riesigen Skandal. Auf Facebook postete Corrado Galimberti, immerhin Medienbeauftragter der rechtskonservativen Schweizer Volkspartei (die SVP ist derzeit die stärkste Partei in der Schweiz) im Kanton Tessin, was er von Schwarzafrikanern hält:

"Die 'Neger' vermehren sich haufenweise ... sie sollten alle verhungern", zitiert ihn die schweizer Tageszeitung "Blick". Grund für seine menschenverachtenden und völlig hirnlosen Aussagen war die Erklärung einer Nichtregierungsorganisation. In dieser hieß es, dass Verhütungsmittel in Uganda noch immer kaum verbreitet seien, was zu einem Anstieg der Bevölkerung führen würde.

Der ganze Post liest sich so:

"Nur eine Nichtregierungsorganisation kann glauben, dass sich die 'Neger' haufenweise vermehren, weil sie keine Methoden der Empfängnisverhütung kennen. Sie sollten alle in Afrika verhungern. Sie nahmen von 200 Millionen zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf eine Milliarde heute zu. Und nun müssen wir ihren Überfluss übernehmen. Hört zumindest auf, uns aus Mitleid grobe Unwahrheiten zu erzählen".

Für Galimberti könnte die Sache noch ein juristisches Nachspiel haben. Auch wenn der Politiker seinen Beitrag nach einem Sturm der Entrüstung entschärft hatte, stellte die italienischsprachige Website "gas.social" Anzeige wegen Aufruf zum Rassenhass und des Verstoßes gegen die Rassismus-Strafnorm.

Auch seine eigene Partei distanzierte sich mittlerweile von dem Politiker. "Eine solch harte Behauptung kann die SVP nicht akzeptieren", erklärte die Tessiner SVP-Chefin Gabriele Pinoja.

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