POLITIK
30/08/2015 11:33 CEST | Aktualisiert 30/08/2015 11:51 CEST

Flüchtlings-Tragödie in Österreich: Polizei nimmt fünften Schlepper fest

DPA
Im Fall der 71 gestorbenen Flüchtlinge wurde ein weitere Verdächtiger verhaftet

Laut einem Bericht der "Kronen-Zeitung" hat die Polizei in Ungarn einen fünften Verdächtigen festgenommen. Er wird beschuldigt, an der LKW-Tragödie in Österreich beteiligt gewesen zu sein, bei der vergangene Woche 71 Flüchtlinge ums Leben kamen.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen Bulgaren, wie die Polizei laut "Kronen-Zeitung" mitteilte. Vier Verdächtige sitzen derzeit schon in Ungarn in Untersuchungshaft. Es handelt sich um drei Bulgaren und einen Afghanen. Sie bestreiten ihre Beteiligung.

Hintergrund zum Flüchtlingsdrama: Nach dem grausigen Fund von 71 toten Flüchtlingen in einem Lastwagen in Österreich dauern die Ermittlungen an. Das Fahrzeug werde nun "Millimeter für Millimeter" durchsucht, zitierte der ORF am Sonntag einen Polizeisprecher. Es gehe dabei auch darum, die Identität der 59 Männer, 8 Frauen und 4 Kinder festzustellen, um deren Hinterbliebene informieren zu können. Bislang sei lediglich ein syrischer Pass aufgetaucht. Die Ermittler konzentrierten sich daher auf die Handys der Toten.

Die österreichische Polizei sei jedoch auch auf Hinweise von Angehörigen angewiesen, hieß es. Sie richtete daher eine rund um die Uhr auch mit Dolmetschern besetzte Hotline ein.

Parallel läuft die Obduktion der Leichen in der Gerichtsmedizin Wien weiter. Dies werde noch mindestens bis Mitte der neuen Woche dauern, hieß es. Was danach mit den Toten geschehe, sei noch nicht klar.

Weitere Hintergründe findet ihr unter diesem Link.

Mit Material der dpa


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