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Hier stellt Oli Pocher Jugendliche aus Heidenau zur Rede

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Bissig und frech - so kennen ihn die meisten Deutschen. Jetzt ist Oliver Pocher nach Heidenau gefahren, um sich dort "mal umzugucken", wie er sagt. Das Ergebnis seiner Reise in die Kleinstadt, die zuletzt durch rechte Pöbler und Fremdenhass in die Schlagzeilen geraten war: zwei Videos, die Pocher bereits am Freitag auf seinem Youtube-Kanal veröffentlicht hat.

Die Videos haben durchaus witzige Momente, etwa, als Pocher eine Briefträgerin fragt, wo denn im Ort die "Pack-Station" sei.

Doch viele seiner kurzen Interviews mit Menschen aus Heidenau sind verstörend und erschreckend zugleich. So auch ein Gespräch mit drei Jugendlichen, die Pocher in der Nähe der Flüchtlingsunterkunft trifft.

Sie seien "nur zum Gucken da", geben sie zu Protokoll. Und: "Wir sind neutral." Pochers Antwort: "Wenn die Leute da Randale machen, dann guckt ihr zu. Und wenn ihr dann nichts sagt, dann ist das doch wie Mitmachen."

Durch die Demos sei in Heidenau mal was los, sagt einer der Jugendlichen. Da gehe man trotzdem hin, auch wenn man neutral sei. "Also Hauptsache, es gibt was auf die Fresse?", fragt Pocher. "Die Antwort: "Ja. Man guckt ja auch im Fernsehen Boxkämpfe."

Hier die Videos in voller Länge:


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