WIRTSCHAFT
28/08/2015 12:40 CEST | Aktualisiert 28/08/2015 17:09 CEST

Eine angebliche Lidl-Mitarbeiterin hetzt gegen Flüchtlinge. Jetzt gibt's einen Shitstorm

Getty

Sie nennt sich Melanie Illmann. Sie gibt sich als Filialleiterin von Lidl aus – vor allem im Internet.

Es gibt nur ein Problem: Melanie Illmann hat eine hässliche Facette. Sie hetzt gegen Flüchtlinge. Bei Facebook. Auf Twitter. Unter Artikeln auf Webseiten. Überall müllt sie das Internet mit ihren Hassbotschaften zu.

Die Seite „Buzzfeed Deutschland” berichtet von dem Fall.

Im Netz ist über Lidl, den vermeintlichen Arbeitgeber der Frau, ein Shitstorm hereingebrochen. Aber der Reihe nach.

Von Melanie Illmann stammen Kommentare wie dieser:

hasspost

Oder dieser:

hasspost2

Oder dieser:

Es sind Parolen, die die Frau eindeutig in die Nazi-Ecke rücken. Ein Tatbestand, den derzeit ein Unternehmen zu spüren bekommt, für das Illmann angibt zu arbeiten: Lidl.

Auf Facebook behauptet sie, als Filialleiterin bei dem Discounter tätig zu sein.

männer sind scheisse

Und richtet einen eindringlichen Appell an ihren vermeintlichen Arbeitgeber.

asyl lidl

Der will mit der Angelegenheit jedoch nichts zu tun haben, erklärt auf Anfrage der Huffington Post:

„Wir können Ihnen mitteilen, dass wir nach Prüfung auf Basis aller uns zur Verfügung stehender Mittel aktuell ausschließen können, dass die betreffende Person eine Mitarbeiterin unseres Unternehmens ist.”

Weiterhin verweist das Unternehmen in einer schriftlichen Mitteilung auf seine Unternehmensgrundsätze, in denen es heißt:

„Wir respektieren die Vielfalt der Kulturen und erkennen die Verschiedenheit ihrer Werte und Traditionen an.“

Lidl erklärte, dass man sich in aller Deutlichkeit von Fremdenfeindlichkeit distanziere.

Inzwischen sind die betreffenden Posts von Melanie Illmann gelöscht worden. Auf Twitter kursieren Stimmen, die behaupten, die fremdenfeindlichen Posts stammten von einem Fake-Profil.

Für andere Nutzer im Internet scheint der Fall indes klar zu sein. Bei Twitter hat sich unter dem Hashtag #lidlboykott ein Protest gegen das Unternehmen formiert. Einige Nutzer übergießen Lidl mit teils hämischen Kommentaren.

UPDATE: Der Text wurde um das Statement von Lidl ergänzt.


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200 Menschen aus Deutschland, darunter Politiker, Schauspieler, Musiker, Studenten und andere Menschen haben in der Huffington Post ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Flüchtlingen in Deutschland zugerufen: "Willkommen, gut, dass ihr hier seid, weil..."

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