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26/08/2015 15:11 CEST | Aktualisiert 27/08/2015 13:15 CEST

Ex-Reporter erschießt zwei Journalisten in Livesendung in den USA

Bei einer Schießerei vor laufender Kamera sind im US-Bundesstaat Virginia zwei Mitarbeiter eines Fernsehteams ums Leben gekommen. Dieses Video zeigt Aufnahmen, wie Kameramann Adam Ward und Reporterin Alison Parker bei einem Live-Interview von einem Unbekannten erschossen werden.

Und hier sind 4 Fakten, die ihr jetzt zu der Tragödie wissen müsst.

1. Wo ereignete sich die Schießerei?

Der Angriff passierte in Moneta im US-Bundesstaat Virginia. Dort führte ein Fernsehteam des Senders WDBJ7 gegen 6.45 Uhr Ortszeit in einem Einkaufszentrum ein Live-Interview.

2. Wie viele Opfer gab es?

Bisher gehen die Behörden von drei Toten aus: Die 24-jährige Reporterin Alison Parker, der 27-jährige Kameramann Adam Ward kamen bei dem Angriff ums Leben. Außerdem erlag der Attentäter seinen Verletzungen im Krankenhaus. Er hatte versucht, sich mit seiner eigenen Waffe umzubringen. Die Interviewpartnerin wurde im Rücken getroffen, sie befindet sich im Krankenhaus.

3. Während welcher Sendung passierte der Angriff?

Die Live-Übertragung war eine morgendliche Nachrichtensendung. Alison Parker sprach mit Vicky Gardner, der Vorsitzenden der regionalen Industrie- und Handelskammer, über den Tourismus in der Gegend. Der TV-Sender WDBJ7 hat seinen Sitz in Roanoke/Lynchburg, Virginia, und gehört zu CBS.

4. Was weiß man über den Täter?

Wie mehrere US-Sender berichten, handelt es sich beim Täter um einen Mann namens Vester Lee Flanagan. Der 41-Jährige war ein Ex-Mitarbeiter von WDJB7. Er hatte dort ebenfalls als Reporter gearbeitet. Flanagan hatte seine Tat gefilmt und ein Video davon auf Twitter hochgeladen. Der betreffende Account wurde allerdings mittlerweile gelöscht.

Der Attentäter wurde von Polizei gefasst und erlag seinen Verletzungen nach einem Selbstmordversuch im Krankenhaus. Zuvor war er nach stundenlanger Flucht von der Polizei auf einer Autobahn in Virginia gestellt worden.

Über das Motiv wird noch spekuliert. In einem Tweet warf er der getöteten Moderatorin Rassismus vor.

alison parker adam ward


Und hier erklärt der Präsident des Senders, Jeffrey Marks, den Tod seiner Kollegen:

”Ich kann ihnen nicht sagen, wie sehr Adam und Alison vom WDBJ-Team geliebt wurden. (...) Unsere Herzen sind gebrochen.”


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