WIRTSCHAFT
26/08/2015 19:56 CEST | Aktualisiert 27/08/2015 06:51 CEST

Warum Heinz Tomatenketchup nicht mehr Ketchup heißen darf

AP Photo/Toby Talbot

Wer das Logo der Marke Heinz sieht, denkt sofort an Tomatenketchup. Manche sagen sogar, dass die Worte Ketchup und Heinz Synonyme seien.

Das Unternehmen rühmt sich damit, den Ketchup bereits seit über 100 Jahren ohne Konservierungsstoffe herzustellen. Reife Tomaten und Essig – das seien die Hauptbestandteile. Das genaue Rezept wird jedoch wohlbehütet, es kennen angeblich nur acht Menschen auf der ganzen Welt.

Doch kurioserweise darf das Unternehmen seinen Ketchup künftig nicht mehr als solchen bezeichnen. Zumindest nicht mehr auf Verpackungen in Israel.

Denn das israelische Gesundheitsministerium greift Medienberichten zufolge durch. Für das Ministerium ist Heinz-Tomatenketchup künftig nur noch ein „Tomaten-Würzmittel“.

Israelische Studie: Heinz-Ketchup hat nur 21 Prozent Tomatenkonzentrat

Warum das? Um in Israel als Ketchup verkauft werden zu dürfen, müsste der Ketchup 41 Prozent Tomatenkonzentrat erhalten. Israelische Untersuchungen kamen jedoch nur auf 21 Prozent, obwohl Heinz doch angeblich mit 61 Prozent werben würde.

Das Ministerium traf die Entscheidung, nachdem der lokale Konkurrent „Osem“ die Marke Heinz angeprangert hatte. Heinz wird in Israel von der Firma Diplomat vertrieben und diese Firma konterte verbal: „Offensichtlich wäre Osem, die ein Monopol haben, glücklich, wenn nur sie ihr Produkt in Israel verkaufen können“, zitiert die „Times of Israel“ einen Diplomat-Sprecher. „Aber Osems Behauptungen haben keine Substanz.“

Der Streit, so viel ist sicher, wird weitergehen.



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