POLITIK
26/08/2015 13:30 CEST | Aktualisiert 26/08/2015 14:23 CEST

Emotionaler Moment: In Heidenau tröstet Merkel einen weinenden Nazi

Bundesregierung
"Ich möchte mal streicheln": In Heidenau tröstet Merkel einen verzweifelten Nazi

Nachdem es in den vergangenen Tagen in Heidenau zu rechten Krawallen gekommen ist, möchte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Bild von der Lage machen. Sie besuchte die geplante Flüchtlingsunterkunft in einem ehemaligen Baumarkt. Und endlich suchte sie den Dialog zu besorgten Bürgern und rechtsextremen Demonstranten, die einfach keine Asylbewerber in ihrer Nähe haben wollen. Hier ist ein exklusives Protokoll des rührenden Treffens zwischen Merkel und dem Sachsenjungen Ronny.

Ronny weint. Endlich kann er der Kanzlerin persönlich erzählen, was ihm in Deutschland so alles auf den Sack geht. “Wir wollen diese Ayslanten nicht”, schluchzt er. "Das Boot ist voll."

Die Kanzlerin nickt mit einem leisen Lächeln: “Ich verstehe das. Dennoch muss ich jetzt auch…. Das ist manchmal auch hart, Politik.”

Ronny schaut sie mit großen Augen an. Er will nicht aufgeben und klagt an: “Für Obdachlose und Rentner und Kinder ist kein Geld da. Aber das Asylantenpack bekommt alles in den Arsch geschoben. Die sollen alle zurück nach Afrika!” Ronnys Stimme bricht ab, er ringt um Fassung.

Angela Merkel weiß sofort, was zu tun ist. Sie ermutigt ihn: “Wenn du jetzt vor mir stehst, bist du ja ein unheimlich sympathischer Nazi, aber du weißt auch in den anderen sächsischen Gemeinden gibt es noch Tausende und Tausende, die auch keine Flüchtlinge wollen. Und wenn wir jetzt sagen: Ihr könnt nein sagen und ihr könnt in Sachsen-Anhalt nein sagen und in Thüringen, das können wir auch nicht schaffen.”

Das ist zuviel für den armen Ronny. Jetzt weint er hemmungslos. Die Tränen fließen seine Wangen nur so hinunter. Sein kahlköpfiger Begleiter versucht noch, ihn zu trösten.

Natürlich lässt das unsere mütterliche Kanzlerin nicht kalt. “Ach komm”, sagt sie aufmunternd und legt den Kopf schief.

Dann geht sie auf Ronny zu und beugt sich zu ihm herunter. “Du hast das doch prima gemacht. Das weiß ich, dass das eine belastende Situation ist, aber ich möchte dich trotzdem einmal streicheln”, sagt sie ganz sanft und fährt ihm vorsichtig mit den Fingern über die stoppelige Wange. Und lobt: “Du hast ganz toll dargestellt für viele viele andere Nazis, in welche Situation man kommen kann.”

Die anderen Demonstranten sind wütend über Merkels Reaktion. Sie werfen der Kanzlerin vor, ihre Sorgen nicht ernst zu nehmen. Ronny dagegen nimmt sie in Schutz. Zu anwesenden Journalisten sagt er: “Sie hat zugehört und ihre Meinung dazugesagt und das finde ich auch in Ordnung. Ich werde mich erst mal damit abfinden und werde hoffen, dass das was bringt.”

Eine rührende Geschichte.

Disclaimer: Falls Sie das Gefühl haben, dass dieser Text Satire sein könnte, liegen Sie unter Umständen richtig.

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