LIFESTYLE
25/08/2015 15:26 CEST | Aktualisiert 25/08/2015 17:21 CEST

Eine Lehrerin öffnet die Akte eines Schülers und kann nicht fassen, was dort steht

PeopleImages.com via Getty Images
An over the shoulder view of a teacher reading out student marks

Es gibt Geschichten, die ändern ganz schnell unseren Blick auf das gesamte Leben. So auch diese, die sich derzeit im Internet verbreitet.

Jean Thompson ist Lehrerin. Vor vielen Jahren unterrichtete sie eine fünfte Klasse und sagte ihren Schülern, dass sie sie alle gleich gern hätte und sie auch alle gleich behandeln würde. Einer ihrer Schüler war Teddy Stoddard. Sie kannte ihn bereits und wusste, dass sie ihn in Wahrheit nicht genauso mochte wie ihre anderen Schüler.

Denn Teddy war nicht wie die anderen Kinder. Er spielte nicht mit den anderen, seine Kleidung war zerschlissen und schmutzig und er brauchte dringend ein Bad. Niemand schien ihn zu mögen und sie ertappte sich dabei, wie sie es genoss, ihm seine Fehler rot anzustreichen.

Doch das änderte sich schlagartig als sie seine Schülerakte las. Darin stand, dass Teddy in der ersten Klasse ein sehr aufgewecktes, liebenswürdiges Kind gewesen sei, dass sich mit allen gut verstand und gute Noten hatte. In der zweiten Klasse sei Teddy noch immer lebhaft gewesen, doch seine Mutter habe eine tödliche Krankheit, die Situation zu Hause sei schwierig und Teddy leide darunter. So stand es in der Akte.

In der dritten Klasse hieß es dann, Teddy gebe sich große Mühe mitzuhalten, doch der Tod seiner Mutter mache ihm sehr zu schaffen und sein Vater sei ihm wohl keine Hilfe. Wenn nichts unternommen werde, würde sich das schnell bemerkbar machen, hieß es weiter.

In der vierten Klasse schrieb seine Lehrerin dann, dass Teddy abgelenkt sei und kaum Interesse am Unterricht zeigte. Er habe nur wenige Freunde und schliefe manchmal im Unterricht. Abschließend wird er als potenzielles Problem bewertet.

Jean Thompson begriff, dass sich etwas ändern musste. Als ihre Schüler ihr Weihnachtsgeschenke brachten, war darunter auch ein Päckchen von Teddy. Sie öffnete es vor den Augen der gesamten Klasse. Einige der Kinder fingen an zu lachen als sie sahen, was Teddy seiner Lehrerin schenkte: Ein Glitzerarmband, in dem ein paar Steine fehlten und eine halbvolle Flasche Parfüm.

Thompson bedankte sich überschwänglich bei Teddy und brachte seine Mitschüler so zum Schweigen. Sie zog das Armband an und träufelte sich etwas von dem Parfüm auf die Handgelenke. Teddy kam nach dem Unterricht zu ihr und sagte ihr, dass sie heute genau wie seine Mama riechen würde.

Jean Thompson war davon so gerührt, dass sie einen Entschluss fasste: Von diesem Tag an, wollte sie nicht mehr nur Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichten. Sie beschloss, in Zukunft Kinder zu unterrichten. Vor allem einen gewissen Jungen namens Teddy.

Je mehr sie sich mit ihm beschäftigte, desto mehr blühte er auf. Er interessierte sich mehr, wurde neugieriger und am Ende des Schuljahres war er einer der beten Schüler der Klasse.

Ein Jahr später bekam sie eine Nachricht von Teddy. Darin stand, dass Mrs. Thompson von all seinen Grundschullehrerinnen seine liebste war. Sechs Jahre später schrieb er ihr wieder. Er hatte die Highschool hinter sich, als drittbester seines Jahrgangs abgeschlossen und noch immer was Sie seine Lieblingslehrerin.

Weiter vier Jahre später meldete er sich erneut. Er hatte das College abgeschlossen. Und noch immer war sie seine Lieblingslehrerin. Vier Jahre danach kam wieder ein Brief. Darin stand, dass er nach dem Bachelor noch ein bisschen weiter lernen wollte, sie noch immer seine Lieblingslehrerin sei, er nun aber einen etwas längeren Namen hätte: Dr. med. Theodore F. Stoddard.

Aber die Geschichte geht noch weiter. Als Teddy heiratete, bat er Mrs. Thompson, den Platz seiner Mutter bei der Trauung einzunehmen. Und das tat sie. Sie saß da, trug das Glitzerarmband, in dem ein paar Steine fehlten und roch nach dem Parfüm von Teddys verstorbener Mutter.

Ob sich diese Geschichte wirklich so zugetragen hat, konnte nie endgültig geklärt werden. Auf zahlreichen Seiten und in Videos wird sie seit Jahren wieder und wieder erzählt. Denn sie zeigt deutlich, wie sehr jeder einzelne von uns Einfluss auf das Leben eines anderen Menschen hat. Das ist ein Geschenk und wir sollten es nutzen.



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