WIRTSCHAFT
24/08/2015 08:02 CEST | Aktualisiert 24/08/2015 13:44 CEST

Schwarzer Montag an den Börsen: Vier Gründe für das weltweite Börsenbeben

DPA

Es ist ein schwarzer Montag an den Börsen. In Asien fallen die Kurse ins Bodenlose, auch der Dax ist am heutigen Morgen böse erwacht.

Hier sind vier alarmierende Zahlen, die das Beben zeigen.

1. Der Dax ist heute unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 gefallen. Der deutsche Leitindex sackte in den ersten Minuten um 3,24 Prozent auf 9796,37 Punkte ab. Zuletzt war er im Januar vierstellig. Schon in der vergangenen Woche ist der Index um acht Prozent gefallen. Anleger fürchten die Schwäche der Schwellenländer wie China, von denen Deutschland enorm abhängig ist. Alleine Volkswagen verkauft hier jedes Dritte Auto.

2. In China wurden alle Gewinne des Jahres ausgelöscht. Die Börsen brachen heute um sieben Prozent auf Vorjahresniveau ein. Und das, obwohl die Regierung den chinesischen Pensionsfonds erlaubte, in den Aktien zu investieren. Das Vertrauen in die Stärke von Chinas Wirtschaft lässt nach - sie wächst zwar, aber nicht mehr stark genug. Das reißt auch die Rohstoffpreise und damit Brasilien und Russland nach unten, weil China weniger Öl, Gas und Kohle nachfragt. Den Anlegern reichte das aber offensichtlich nicht, da viele auf eine weitergehende Verringerung der Mindestanforderungen für die Kapitalreserven der Banken durch die Zentralbank hoffen.

3. Auch in Japan ist deswegen die Lage dramatisch. In Tokio fielt der Nikkei-Index erstmals seit fünf Monaten unter die psychologisch wichtige Marke von 19 000 Punkten. Zur Handelsmitte notierte der Nikkei einen satten Abschlag von 623,34 Punkten oder 3,21 Prozent beim Stand von 18 812,49 Punkten. Japans Wirtschaft ist eng mit der Chinas verwoben.

4. Die Talfahrt wird vermutlich noch weitergehen. "Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass wir den Tiefpunkt schon erreicht haben könnten", sagt US-Ökonom Neil Shearing vom Analysehaus Capital Economics. Allein in den vergangenen 13 Monaten sind rund 940 Milliarden Dollar aus den größten 19 Schwellenländern abgeflossen.

Mit Material von dpa


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