POLITIK
22/08/2015 09:56 CEST | Aktualisiert 22/08/2015 09:57 CEST

Nordkorea zu "umfassendem Krieg" bereit - die Lage sei "schwer kontrollierbar"

dpa

Der Konflikt zwischen Nord- und Südkorea spitzt sich immer weiter zu. Nach dem Feuerwechsel zwischen Artillerieeinheiten beider koreanischer Staaten hat Pjöngjang jetzt den Ton verschärft - und mit einem neuen Krieg gedroht.

Die Armee und die Bevölkerung seien nicht nur bereit zur Vergeltung, sondern "schließen unter Einsatz ihres Lebens einen umfassenden Krieg nicht aus", hieß es in einer am Samstag von den Staatsmedien veröffentlichten Erklärung des Außenministeriums in Pjöngjang. Die Lage sei "schwerlich kontrollierbar".

Pjöngjang hatte Seoul ultimativ aufgefordert, bis zum Samstag seine Propaganda an der Grenze zu beenden. Nordkorea fühlt durch von der Lautsprecher-Propaganda gestört, die Südkorea nach neuen Spannungen wieder aufgenommen hatte.

Nordkoreas Machthaber Kim Jon g Un hatte am Freitag die Grenztruppen in Gefechtsbereitschaft versetzt und einen "Quasi-Kriegszustand » für die Frontlinie ausgerufen. Am Donnerstag kam es zu einem Schusswechsel zwischen Artillerieverbänden. Seoul gibt dem Regime in Pjöngjang die Schuld dafür.

Es gebe Hinweise, dass Nordkorea Vorbereitungen für etwaige Militärschläge treffe, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Militärs. Weitere Artilleriegeschütze seien nördlich der demilitarisierten Zone aufgestellt worden.

ca/dpa


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