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21/08/2015 19:50 CEST | Aktualisiert 21/08/2015 19:52 CEST

Diese Entwicklung könnte den Zugang zu Trinkwasser revolutionieren

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Diese Entwicklung könnte den Zugang zu Trinkwasser revolutionieren

Vor fünf Jahren wurde das Recht auf Wasser als Menschenrecht anerkannt. Doch noch immer sind nach Schätzungen des UN-Kinderhilfswerks Unicef und der Weltgesundheitsorganisation WHO 663 Millionen Menschen ohne sauberes Trinkwasser.

Mangelnde Hygiene und fehlendes Trinkwasser sind laut UN auch die Hauptprobleme bei der Bekämpfung von 16 der 17 sogenannten vernachlässigten tropischen Krankheiten - darunter Trachom oder Schistosomiase. Solche Krankheiten, die unter anderem zu Blindheit, Entstellungen und Tod führen können, bedrohen demnach 1,5 Milliarden Menschen in 149 Ländern.

Ein Strohhalm könnte nun viele Menschenleben retten. Der "LifeStraw" filtert das Wasser, während man trinkt. Er ist dabei leicht und handlich. Backpacker können ihn bequem im Rucksack verstauen und damit getrost auf schwere Flaschen und Chemikalien zum Wasserfiltern verzichten. Aber vor allem kann er Menschen überall auf der Welt für 20 Dollar Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen.

Wie einen ganz gewöhnlichen Strohhalm taucht man den "LifeStraw" mit einem Ende ins Wasser und saugt daran. Das System funktioniert über Hohlfasermembrane, wobei Krankheitserreger einfach herausgefiltert werden. 1000 Liter Wasser kann der Strohhalm im Laufe seines Lebens filtern.

Kein magisches Allheilmittel

Paul Hetherington von der Organisation Water Aid warnte in der BBC dennoch. Der "LifeStraw" sei kein magisches Allheilmittel für alle Wasserprobleme. Für viele Menschen sei nicht ein sauberes Trinkwasser das Problem, sondern der Zugang dazu. Eine Wasserstelle befinde sich oft zu weit entfernt und das Wasser müsse über weite Strecken transportiert werden.

Mit Material von dpa


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