WIRTSCHAFT
21/08/2015 12:49 CEST | Aktualisiert 21/08/2015 17:02 CEST

Schlimmer Vorwurf: Rossmann-Mitarbeiter soll sich dagegen gewehrt haben, Hygiene-Artikel für Flüchtlinge zu verkaufen

Getty

Der Hass gegen Flüchtlinge wächst mit jedem Tag. Überall findet man ihn: Im Internet, bei Protesten der besorgten Bürger. Und immer öfter auch im Alltag.

Aktuell sieht sich das Unternehmen Rossmann einem heftigen Vorwurf ausgesetzt. Bei Twitter kursiert ein angeblicher Fall aus einer Filiale in Berlin. Verbreitet hat ihn der ehemalige Piraten-Politiker Christopher Lauer.

Die Betroffenen sind offenbar Bekannte von Lauer. „Kenne die Leute, die da einkaufen wollten, ich denk mir sowas ja nicht aus”, schreibt er auf Twitter.

Sind Flüchtlinge in der betreffenden Rossmann-Filiale etwa Kunden zweiter Klasse? Gegen diesen Verdacht wehrt sich das Unternehmen. Selbstverständlich seien alle Kunden bei Rossmann willkommen, erklärte der Drogerie-Markt auf Anfrage der Huffington Post.

Zu dem Vorfall in der Berliner Filiale äußerte sich das Unternehmen schriftlich:

„Die Flüchtlingshelfer in unserer Filiale wurden nicht in ihrem Einkauf behindert, sondern konnten die gewünschte Anzahl der Produkte erwerben. Allerdings hat die Mitarbeiterin auch darauf verwiesen, dass wir als Einzelhändler nur eine begrenzte Stückzahl in unseren Filialen vorhalten können. Für die Abgabe größerer Mengen benötigen wir eine gewisse Vorlaufzeit.”

Offenbar ist man bei Rossmann jedoch bemüht, die Wogen in diesem Fall zu glätten. Die Berliner Filiale habe ein Hilfspaket für die Flüchtlinge vorbereitet, das zur Abholung bereit liege, hieß es in der Stellungnahme.

UPDATE: Der Text wurde um die Stellungnahme von Rossmann ergänzt.


Lesenswert:

2015-08-06-1438870629-2559366-10000.png

200 Menschen aus Deutschland, darunter Politiker, Schauspieler, Musiker, Studenten und andere Menschen haben in der Huffington Post ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Flüchtlingen in Deutschland zugerufen: "Willkommen, gut, dass ihr hier seid, weil..."

Seit dieser Aktion erreichen uns täglich weitere Dutzende Beiträge zu diesem Thema. Wenn Sie sich an der Diskussion mit einem eigenen Artikel beteiligen wollen, schreiben Sie an blog@huffingtonpost.de.

Es ist Zeit, dass wir in Deutschland ein Zeichen setzen. FÜR Weltoffenheit, FÜR Toleranz und FÜR Menschen in Not

Hier geht es zurück zur Startseite

Bewegendes Video verpasst Flüchtlingshassern einen Denkzettel

Gesponsert von Western Digital