POLITIK
18/08/2015 20:19 CEST | Aktualisiert 18/08/2015 20:55 CEST

Schwesig: De Maizieres betreibt Populismus in der Flüchtlingsfrage

Getty

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat ihren CDU-Kollegen Thomas de Maizère scharf kritisiert. Der hatte vergangene Woche gefordert, Flüchtlingen weniger Bargeld und dafür mehr Sachleistungen zu zahlen.

De Maizères Vorstoß würde Vorurteile bedienen und keine Probleme lösen. "Ich befürchte, dass da natürlich wieder Bilder in den Köpfen der Leute entstehen nach dem Motto: Ach so, die kommen, weil sie Geld kriegen", sagte die SPD-Vize auf einer Veranstaltung in Nordrhein-Westfalen, über die "Spiegel Online" berichtet.

Die Kritik ist auch deswegen bemerkenswert, weil noch keiner aus Merkels Kabinett den Innenminister öffentlich in der Flüchtlingsfrage so scharf anging. Schwesig zeigte sich "enttäuscht" davon, dass der CDU-Politiker die Taschengeld-Debatte angestoßen habe. Das sei eine "Nebenfrage, die vielleicht populär ist." Stattdessen solle sich der Minister seine "Hausaufgaben machen, die man als Bund machen muss." Schwesig forderte unter anderem mehr Geld vom Bund für die Länder und beschleunigte Asylverfahren.


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