POLITIK
17/08/2015 21:44 CEST | Aktualisiert 17/08/2015 21:50 CEST

5 Dinge, die Schäuble im "ZDF"-Interview vor der Griechenland-Debatte im Bundestag verrät

DPA

Die Regierung Merkel steht vor der wohl wichtigsten Abstimmung der Legislatur. Am Mittwoch votiert der Bundestag vermutlich für ein neues Hilfspaket für Griechenland. Eine Bewährungsprobe für den Zusammenhalt der Union - denn bei der ersten Abstimmung vor einigen Wochen stimmten 60 Unions-Abgeordnete gegen Merkels Linie. Und gegen ein neues Hilfspaket. Die Frage ist: Wie viele werden es dieses Mal sein?

Im "ZDF"-Interview hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nun Abgeordnete dazu aufgerufen, trotz Bedenken für das neue Hilfspaket zu stimmen. Hier sind die fünf wichtigsten Aussagen:

Auch Schäuble hat persönlich mit seiner Entscheidung gerungen. "Ich glaube, es ist unter Abwägung aller Gesichtspunkte die richtige Entscheidung."

Schäuble rechnet nach eigenen Worten fest mit einer weiteren Beteiligung des IWF. "Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, wird IWF-Chefin Christine Lagarde dem IMF-Board eine weitere finanzielle Beteiligung empfehlen." Die Beteiligung des IWF ist nicht unumstritten.

Ein Schuldenerlass für Griechenland ist möglich. 32,5 Jahre Kreditlaufzeit wie bisher seien nicht die absolute Obergrenze. "Aber 100 Jahre wäre nicht sehr überzeugend."

Auch ein Grexit ist nicht vom Tisch. Das Land stehe vor schweren Anpassungsprozessen, sagte Schäuble im Interview. "Griechenland muss die Wahl treffen." Auch ein viertes Hilfsprogramm könne für die Zukunft nicht völlig ausgeschlossen werden.

mit Material von dpa


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