An alle fremdenfeindlichen Hetzer, die keine Nazis sein wollen

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Es ist eine hitzige Debatte, die sich gerade in Deutschland abspielt. Eine, in der bestimmte Meinungen und Standpunkte weit über das erträgliche Maß hinaus gehen. Es geht um die Frage: Wie willkommen sind Flüchtlinge in Deutschland?

Eine Frage, bei der es eigentlich keine zwei Meinungen geben sollte. Geben dürfte.

Doch viele Menschen haben Angst vor Flüchtlingen. Und aus dieser Menge stechen wiederum einige heraus, die ihre eigene Angst in Hass verwandeln. Hass gegenüber Flüchtlingen und Zuwanderern.

Die Kommentarspalten in den Sozialen Netzwerken sind voll mit fremdenfeindlichen Meinungsäußerungen. Darin melden sich Menschen zu Wort, die ausländerfeindliche Parolen von sich geben, aber auf keinen Fall ausländerfeindlich sein wollen. Die unverhohlen gegen Flüchtlinge hetzen, aber nicht rechts sein wollen.

Sätze wie „Ich habe nichts gegen Ausländer, ABER...“ gehören zum Standard-Repertoire sogenannter Wutbürger.

Gegen diese fadenscheinige Ausreden hat sich jetzt ein Mann zu Wort gemeldet: Enno Lenze, Unternehmer, Journalist, ehemaliges Mitglied der Piratenpartei.

In einem emotionalen Videoblog, den er auf Facebook gepostet hat, wendet sich Lenze mit drastischen Worten an alle fremdenfeindlichen Menschen, die sich die Attitüde „Ich habe nichts gegen Ausländer, ABER...“ zu eigen gemacht haben:

„Wenn ihr so einen Satz baut, dann seid ihr Rassisten und dann seid ihr unter Umständen Neo-Nazis und dann seid ihr einfach ein echtes Pack!“

Es sind nicht die einzigen Vorwürfe, die Lenze in seiner Video-Botschaft loslässt:

Es ist ein provokanter Sprachduktus, den Lenze wählt: Zugespitzt, an der ein oder anderen Stelle vielleicht etwas zu stark überspitzt - aber in der Gesamtaussage wichtig und richtig. Lenze, der selbst viel in Krisengebieten unterwegs ist, will seine Wutrede zu mehr Empathie gegenüber den Flüchtlingen aufrufen.

Ein Anliegen, das Deutschland nötig hat in Zeiten, in denen Flüchtlinge als „Rattenpack” beschimpft werden, und gewisse Menschen sie am liebsten in „lehrstehenden KZ-Stätten und Arbeitslagern” unterbringen würden.

Das glauben Sie nicht? Dann sollten Sie das hier lesen:

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200 Menschen aus Deutschland, darunter Politiker, Schauspieler, Musiker, Studenten und andere Menschen haben in der Huffington Post ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Flüchtlingen in Deutschland zugerufen: "Willkommen, gut, dass ihr hier seid, weil..."

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