NACHRICHTEN
13/08/2015 08:52 CEST | Aktualisiert 13/08/2015 10:15 CEST

Tianjin: Die 5 Rätsel um die Megaexplosion in China

Es sind krasse Bilder. Ein gigantischer Feuerball steigt über der chinesischen Millionenstadt Tianjin auf - er überragt umstehende Hochhäuser, zerstört Tausende Autos auf Parkplätzen. Noch Kilometer entfernt war die Explosion zu spüren.

Die Regierung bemüht sich zwar um die Aufklärung. Doch keiner weiß, was wirklich geschehen ist. Journalisten wird etwa der Zugang zu der Unglücksstelle verwehrt. Hier sind die fünf Rätsel um die Megaexplosion in China.

Die Zahl der Opfer. Offiziellen Angaben zufolge wurde 500 Menschen verletzt, 44 Menschen kamen ums Leben. Doch die Polizei geht davon aus, dass diese Zahl noch steigen wird. Viele Menschen seien noch nicht von der Unglücksstelle geborgen. Und 32 der verletzten Personen seien in einem kritischen Zustand. Unter ihnen sind sechs Feuerwehrmänner. Beobachter bezweifeln allerdings auch diese Schätzungen. Sie befürchten, dass die Zahl der Opfer noch weit höher ist. Kurz nach dem Unglück wurden tausende Menschen in Krankenhäuser gebracht. Alleine in ein umstehendes Krankenhaus sollen dutzende Leichen geliefert worden sein.

Der Ablauf des Unglücks liegt im Dunkeln. Polizeiangaben zufolge brach in einer Hafenanlage ein Feuer aus. Danach kam es zu einer Reihe heftiger Explosionen, die der Detonation von insgesamt 24 Tonnen TNT entsprochen haben soll. Laut Medienberichten wurden die Einsatzkräfte zunächst in die Lagerhallen der Firma Rui Hai International Logistcs gerufen, die Gefahrengüter transportiert und lagert. Ein Drohnen-Video (oben) zeigt die unfassbaren Ausmaße des Unglücks. Wer aber den Unfall meldete, was die Feuerwehrmänner vor Ort machten und welche Container genau explodierten, ist noch nicht klar.

Unklar ist, welche Materialen in Brand gerieten und für die gewaltige Explosion sorgten. Sowohl die Menge als auch die Art der Chemikalien sind noch völlig unbekannt. Aus diesem Grund haben Feuerwehrkräfte auch ihren Einsatz an am Brandherd abgebrochen - das Feuer ist nach wie vor nicht unter Kontrolle.

Offenbar gab es aber schon vor der Explosion Bedenken über die Materialien, die dort lagern. Einem Bericht von "Radio Free Asia" zufolge gab es bereits im März Proteste tausender Anwohner in dem Industriegebiet der Stadt. Sie äußerten ihre Sorge, dass die Chemikalien eine Gefahr für die Gesundheit ist.

Offen ist auch die Ursache der Explosion. Bislang ist unklar, ob es sich um einen Unfall, Fahrlässigkeit oder einen Anschlag handelt. Behörden sollen laut Medienberichten mehrere Mitarbeiter der Firma Rui Hai International verhören.


Lesen Sie auch:

Sie haben auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn Sie die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollen, schicken Sie Ihre Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite

Gesponsert von Knappschaft