POLITIK
12/08/2015 10:11 CEST | Aktualisiert 13/08/2015 12:12 CEST

Ein Busfahrer entdeckt 15 Flüchtlinge in seinem Bus und hat eine Botschaft an sie

Es sollte eigentlich eine ganz normale Busfahrt für den Fahrer Sven Latteyer der Linie 286/287 in Erlangen werden. Nächster Stopp: Haltestelle Röthelheimbad.

Als der Bus stehen bleibt, entdeckt der Busfahrer in den hinteren Reihen 15 Flüchtlinge. Er hatte bereits lange darüber nachgedacht, was er persönlich für Flüchtlinge tun könne, sagte er in einem Interview mit der Zeitung Nordbayern.de. Denn Latteyer ist davon überzeugt, dass Kriegsopfer oder von einem Regime verfolgte Menschen Asyl verdient haben.

Schließlich sprang der 42-Jährige auf und griff zum Mikro:

"Excuse me Ladies and Gentlemen, from all over the world in this Bus – I want to say something. I want to say welcome. Welcome to Germany, welcome to my country. Have a nice day!’“

Mit dieser Durchsage hat der Busfahrer Sven Latteyer 15 Flüchtlingen „Willkommen“ geheißen – und damit nicht nur die Asylbewerber, sondern hunderte Menschen zu Tränen gerührt.


„Ich sah ungläubige Blicke, dann lachen alle und klatschen, der ganze Bus – auch die Deutschen. Einer der afrikanischen Jungs wischt sich ein Tränchen aus den Augen“, berichtet eine Augenzeugin der Zeitung „Nordbayern.de“.

Eigentlich sollte das, was der Busfahrer gemacht hat, selbstverständlich sein: Flüchtlinge willkommen heißen. Aber die Realität in Deutschland zeigt ein anderes Bild: Flüchtlingsheime werden in Brand gesetzt und in den sozialen Netzen wird gegen Ausländer gesetzt. Umso wichtiger ist es, dass er Sven Latteyer aufgestanden ist – nicht nur für die Flüchtlinge, sondern auch für viele andere Deutsche.

In den sozialen Netzen sorgt die Aktion des Busfahrers für Begeisterung:


Lesen Sie auch:Claus Kleber erzählt im „heute-journal" vom Busfahrer aus Erlangen und kämpft mit den Tränen


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200 Menschen aus Deutschland, darunter Politiker, Schauspieler, Musiker, Studenten und andere Menschen haben in der Huffington Post ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Flüchtlingen in Deutschland zugerufen: "Willkommen, gut, dass ihr hier seid, weil..."

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