WIRTSCHAFT
07/08/2015 21:18 CEST

Ein Mann lästerte bei Facebook über seinen Chef. Eine Sache hatte er aber nicht bedacht

Über diesen Screenshot eines Facebook-Profils lacht gerade das Netz. Denn der Chef las mit.

Dieser Moment,wenn dein Chef dein Facebook Profil abcheckt :D

Posted by Top Comments on Mittwoch, 5. August 2015

Der lästernde Mitarbeiter ist Stefan Büsser. Er ist Radio-Moderator - und Comedian.

Roger Spillmann ist sein Chef, er ist Programmleiter beim Radio-Sender „Energy Zürich“.

War der Chef wirklich sauer? Oder war die Aktion abgesprochen? War es einfach nur, um aufzufallen? Stefan Büsser hat den Post so geschrieben, dass ihn auch Menschen sehen können, die nicht mit ihm befreundet sind.

Fest steht: Stefan Büsser ist seinen Job nicht los. Bei Facebook kommentiert er die Frage, ob er jetzt gehen müsse, mit "ja, aber nur bis morgen früh."

Und der Sender „Energy Zürich“ teilte den Screenshot mit den Worten „Energy ist jetzt berühmt.“ Hätte das Team sicher nicht gemacht, wenn dort jemand richtig Stress bekommen hätte.

Vielleicht ist das also alles einfach nur eine clevere Marketing-Aktion eines Radio-Senders oder ein Spaß unter Kollegen. Witzig ist der Screenshot aber alle mal.

So etwas kann aber auch richtig nach hinten losgehen. Das kostet Mitarbeitern in Deutschland regelmäßig ihren Job.

So postete etwa ein Mann, Mitarbeiter einer Möbelbeleuchtungsfirma, auf Facebook in Anspielung auf ein Lied der Band „Deichkind“:

"Bück dich hoch!!! Hm, mal überlegen. Wieso gefällt mir ausgerechnet das Lied von Deichkind, my friends."

Was folgte war die außerordentliche Kündigung. Der Mann klagte, es kam aber zu keiner Verhandlung, weil sich die Beteiligten außergerichtlich einigten, berichtete "Zeit Online".

Ein anderer Fall: Ein Lagerarbeiter aus NRW war wegen eines Bandscheibenvorfalls krankgeschrieben, postete aber währen der Krankschreibung ein Foto – von seiner Heirat, „mit der Braut auf dem Arm“, wie „FOCUS Online“ berichtet. Ein Kündigungsgrund.

Beispielfall 3: Ein 27-Jähriger nannte seinen Arbeitgeber einen „Ausbeuter“ und kritisierte seinen Job als eine „dämliche Scheiße“, die er für „Mindestlohn minus 20 Prozent“ machen müsse. In zweiter Instanz war der Mann ohne Job.

Und genau Fälle wie diese häufen sich, sagen Experten. Wie wäre es mit einem "Social-Media-Führerschein" in der Oberstufe?


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