POLITIK
06/08/2015 08:21 CEST | Aktualisiert 06/08/2015 08:31 CEST

Ukraine fürchtet, dass pro-russische Rebellen radioaktive Bombe bauen

Getty
Die Ukraine fürchtet, dass die Rebellen demnächst eine Atomwaffe bauen

Heute jährt sich der Jahrestag des Atombombenabwurfes auf die japanische Stadt Hiroshima. Politiker in aller Welt appellieren deshalb, die Abrüstung bei den Atomwaffen weiterzuführen. Aber nicht nur die professionellen militärischen Atombomben sind ein Problem, wie sich jetzt in der Ukraine zeigt.

Denn dort, so glaubt der Geheimdienst des Landes, haben die pro-russischen Rebellen radioaktives Material aus Krankenhäusern in ihren Besitz gebracht. Das berichtet das US-Magazin Newsweek unter Berufung auf ukrainische Geheimdienstdokumente. Das Material war in einem Bunker direkt an der Frontlinie gelagert. Newsweek schreibt, dass die Rebellen von russischen Experten unterstützt würden. Die russische Atombehörde bestreitet allerdings, in den Fall involviert zu sein.

Die Berichte stützen sich neben den Dokumenten auf einen Informanten bei den Rebellen. Der habe gehört, dass einer der Rebellenführer damit prahlte, bald eine "Atomwaffe" zu haben. Der ukrainische Geheimdienst glaubt, dass die Rebellen diese schmutzige Bombe gebrauchen würden, um die Regierung in Kiew zu erpressen. Der Verteidigungsminister der Rebellen in Donetzk bestreitet im Gespräch mit Newsweek aber, dass die Rebellen über solches Material verfügen. Er nennt die Berichte des Geheimdienstes eine Fälschung.

Ganz neu sind die Ängste nicht, dass die Rebellen in der Ukraine an einer schmutzigen Bombe bauen.Schon im Mai hatten ukrainische Behörden radioaktives Material sichergestellt, das ins Land geschmuggelt wurde und wohl in die Rebellengebiete gelangen sollte.

Der Krieg in der Ukraine ist in den vergangenen Wochen wieder aufgeflammt. Immer wieder gab es Tote, der Friedensprozess, den unter anderen Kanzlerin Angela Merkel angestoßen hat, ist damit zum Stillstand gekommen.


Lesen Sie auch:

Sie haben auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn Sie die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollen, schicken Sie Ihre Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Auch auf Huffpost:

Video: Skurriler Tagesplan - 9 Details aus dem Privatleben Wladimir Putins

Hier geht es zurück zur Startseite

Gesponsert von Knappschaft