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Oxford-Ökonom Max Roser: Die Welt wird ständig besser

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Für alle Pessimisten hat Max Roser eine eindrückliche Nachricht: Der Menschheit geht es immer besser! Und das kann der Ökonom, der an der Elite-Uni Oxford forscht, auch belegen.

Mit seinem Projekt "Our world in Data" sammelt der 32-jährige Daten aus aller Welt, die seine These belegen und wandelt sie in eindrückliche Grafiken um. Der Süddeutschen Zeitung sagte er jetzt in einem Interview: "Viele Trends sind sehr positiv: Gewalt, Armut und Hunger nehmen – über einen längeren Zeitraum gesehen – stark ab."

Roser hat auch eine Erklärung dafür, dass viele Menschen trotz der Faktenlage glauben, dass die Welt immer schlechter werde. Er sagt: "Die Nachrichten sind voll von schrecklichen Ereignissen, aber die langfristigen Entwicklungen sind positiv." Aber diese langfristigen guten Entwicklungen seien keine Meldung in den Medien wert. "Das kurzfristige, einzelne Ereignis, der Unfall, der Mord dagegen schon."

Eines seiner Lieblingsbeispiele ist dabei die Entwicklung der Gewalttaten. "Jedes Jahr meinen die Leute in Umfragen, dass die Gewalt steigt", sagt Roser der "SZ". Das Gegenteil sei der Fall. Die Menschheit sei früher viel gewalttätiger gewesen.

Hier sind einige der eindrücklichsten Grafiken von Roser, die beweisen, dass es den allermeisten Menschen tatsächlich in vielen Fällen so gut wie nie zuvor geht:

1. Wohlstand:

Bruttoinlandsprodukt pro Kopf im Jahr 1960:
roser
BIP pro Kopf im Jahr 2008:
wohlstand

Die Grafiken zeigen, dass in den vergangenen knapp 50 Jahren die Wirtschaftsleistung weltweit gestiegen ist. Selbst in Afrika gibt es Fortschritte.

2. Lebenserwartung:

Die Grafik zeigt den Anstieg der Lebenserwartung in ausgewählten Ländern. Zu sehen ist, dass sie nicht nur in den Industrieländer drastisch zunahm, sondern auch in China, Brasilien und Bangladesch.

lebenserwartung

3. Demokratisierung:

Die Grafik zeigt die Zahl der demokratischen Staaten auf der Welt im Jahr 1980...
demnokratisierung

Und im Jahr 2012
domokratisierung

4. Hunger:

Die folgende Grafik zeigt, wie viele Kalorien Menschen weltweit im Jahr 1961 pro Tag zu sich nahmen:
hunger1961

... und hier im Jahr 2009. Je mehr Regionen blau sind, je besser.
hunger2009

5. Kriege:

Die Grafik zeigt, wie viele Menschen in Kriegen weltweit umkommen. Auch hier gibt es eine deutliche Verbesserung seit dem Zweiten Weltkrieg.
gewalt

Aber es gibt laut Roser auch noch Probleme, die nicht schnell genug gelöst werden. Zum Beispiel die Fettleibigkeit in den Industriestaaten, oder die Armut in den Entwicklungsländern. Die müsse noch viel schneller sinken als bisher. "Wir könnten uns nicht zurücklehnen und auf die Schulter klopfen", sagt Roser der "SZ". Dennoch weiß er: "Unseren Eltern und Großeltern ging es definitiv schlechter als uns, auch wenn wir es oft nicht glauben wollen."


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