WIRTSCHAFT
04/08/2015 18:05 CEST | Aktualisiert 18/01/2016 19:15 CET

Nach Quälerei-Vorwürfen: Obi verzichtet jetzt auf Kleintier-Verkauf

dpa

Es sind schockierende Bilder, die die Tierschutzorganisation PETA vor kurzem veröffentlicht hat. Mit versteckter Kamera filmten sie, wie Kleintiere unter unwürdigen Lebensbedingungen in Massenzuchtanlagen gehalten werden - um später bei bekannten Baumärkten wie OBI in den Handel zu gelangen.

Die Aufnahmen von überfüllte Käfigen mit verletzten Meerschweinchen und Mäusen zeigten Wirkung OBI: "Die aktuellen Ereignisse haben uns veranlasst, den Ausstieg aus dem Verkauf von Kleintieren für das gesamte Unternehmen festzulegen, das heißt auch für sämtliche von Franchisepartnern geführte Obi-Märkte", schreibt Sergio Giroldi, CEO von Obi, in einer Pressemitteilung.

Giroldi fügt hinzu, dass sich Obi bereits vor Jahren dazu entschlossen habe, keine Kleintiere mehr zu verkaufen. Offenbar ging der Schritt jedoch nicht weit genug: "Von über 580 OBI Märkten weltweit werden nur in 15 von Franchisepartnern geführten OBI Märkten in Deutschland die betroffenen Kleintiere aktuell noch verkauft."

Peta ließ am Dienstag wissen, dass es den Schritt von Obi begrüße, künftig keine Kleintiere mehr in den Märkten zu verkaufen. „Wir freuen uns, dass OBI Herz zeigt und das brutale Geschäft mit der ‚Ware Tier‘ nicht mehr unterstützt“, sagte Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland. „Wir werden nun verstärkt auf andere Unternehmen zugehen, damit der Handel mit Tieren bald der Vergangenheit angehört."

Bereits im April hatte es erste Berichte über die qualvollen Zuchtbedingungen von Meerschweinchen, Kaninchen oder Kanarienvögel gegeben.. Die Tiere gelangten später in den Handel. Im Anschluss hatten sich Prominente wie Sänger Thomas D. für eine Peta-Offensive unterstützt.


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