POLITIK
03/08/2015 10:08 CEST

Donald Trump kämpft " wie der Teufel" - gegen etwas, das alle Politiker tun sollten

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Wogegen Donald Trump kämpft "wie der Teufel"

In den USA gehört es zum guten Ton, als Präsidentschaftsbewerber seine Steuerzahlungen offenzulegen. Aber der republikanische Kandidat Donald Trump hat es bekanntlich nicht so sehr mit guten politischen Gepflogenheiten.

In der Sendung „Face the Nation“ des US-Senders CBS versuchte er, seiner Konkurrentin Hillary Clinton eins auszuwischen. Er habe „kein großes Problem damit, seine Steuerzahlungen offenzulegen." Aber er werde das nur dann tun, wenn seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton ihre E-Mails aus ihrer Zeit als Außenministerin offenlege.

Der Hintergrund: Clinton hatte für ihre Dienstmails ein privates E-Mail-Konto genutzt – was insofern kritisch ist, als alle offiziellen E-Mails von Regierungsmitgliedern archiviert werden müssen. Ein Teil der Korrespondenz wurde im Nachhinein bereits veröffentlicht. Insofern entbehrt Trumps Forderung an Clinton zumindest teilweise der Grundlage und lässt die Vermutung aufkommen, dass er eben doch ein Problem hat, seine Finanzen offenzulegen.

Hillary Clinton und ihr Mann Bill haben ihre Finanzen bereits veröffentlicht. Sie verdienten von 2007 bis heute etwa 128 Millionen Euro und zahlten darauf etwa 40 Prozent Steuern. Hillary Clinton sprach sich bei der Veröffentlichung ihrer Steuerdaten für eine Steuerreform aus. Als erstes müsse der Mittelstand entlastet werden, erklärte sie. "Zweitens müssen diejenigen an der Spitze ihren gerechten Anteil zahlen." Es dürfe keine Schlupflöcher geben, die es Millionären erlaube, weniger Steuern zu zahlen als ihre Sekretäre. Das sieht Trump offenbar anders.

„Ich kämpfe wie der Teufel, um so wenig Steuern zu zahlen wie möglich“, sagte er dem US-Sender CBS. Einerseits sei das seine Pflicht als Geschäftsmann. Andererseits hasse er es, wie die Regierung Geld verschwende. „Billionen und Billionen Dollar Verschwendung und Missbrauch. Ich hasse es.“


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